Die Google-Suchen in den USA nach „bitcoin zero“ erreichten im Februar mit 100 auf der relativen Interessenskala des Unternehmens einen Rekordwert, was mit dem Kursrückgang von Bitcoin BTC$68.436,17 auf etwa 60.000 USD zusammenfiel, nachdem dieser seit seinem Allzeithoch im Oktober um über 50 % gefallen war.

Der Anstieg könnte als Signal für eine weit verbreitete Kapitulation und potenziell als konträres Kaufsignal interpretiert werden. Ähnliche Spitzen im Jahr 2021 und 2022 traten in der Nähe lokaler Tiefststände des Bitcoin-Preises auf.
Die globalen Daten erzählen jedoch eine andere Geschichte. Weltweit erreichte derselbe Begriff im August den Höchstwert von 100 und fiel in diesem Monat auf bis zu 38. Anstatt Rekordhöhen zu erreichen, gehen die weltweiten Suchanfragen zum Thema Angst seit Monaten zurück.

Die Divergenz deutet darauf hin, dass jegliche Panik eher lokal begrenzt als universell ist. Dies passt zum Hintergrund. U.S.-spezifische Katalysatoren – wie Eskalationen der Zölle, Spannungen mit dem Iran und eine breitere Risikoaversion bei inländischen Aktien – haben in den letzten Wochen die makroökonomische Erzählung dominiert.
Privatanleger in den USA reagieren möglicherweise stärker auf diese Schlagzeilen als Investoren in Asien oder Europa, wo der Bitcoin-Rückgang in einem anderen Nachrichtenzyklus stattfindet.
Es gibt auch einen methodischen Kniff, der erwähnenswert ist. Google Trends berichtet nicht das absolute Suchvolumen, sondern bewertet das Interesse auf einer relativen Skala von 0 bis 100, wobei 100 einfach den eigenen Höchststand eines Begriffs im ausgewählten Zeitfenster markiert.
Ein Wert von 100 im Februar 2026, wenn das US-Einzelhandels-Publikum von Bitcoin deutlich größer ist als während des Bärenmarktes 2022, bedeutet nicht zwangsläufig, dass mehr Menschen absolut gesehen suchen. Es bedeutet, dass der Begriff im Verhältnis zu einem höheren Ausgangsniveau einen Spitzenwert erreicht hat.
Die Nutzergemeinschaft von Bitcoin und seine Sichtbarkeit im Mainstream haben seit 2021 selbst erheblich zugenommen. Die Erkenntnis lautet, dass die Einzelhandelsangst in den USA eindeutig erhöht ist, doch das Konzept „Suchanfragen erreichen einen Tiefpunkt“ hat möglicherweise nicht dasselbe Gewicht, wenn sich der globale Trend abkühlt. Es könnte weiterhin als konträrer Indikator dienen, jedoch nicht in der Form, die eine klare Trendwende garantiert.