- Der Bitcoin‑Kurs zeigt laut aktuellen Onchain‑Daten eine Unterbewertung, wie sie zuletzt im März 2023 zu beobachten war, als der Bitcoin bei rund 20.000 Dollar gehandelt wurde.
- Der MVRV-Indikator – Market Value to Realized Value – misst das Verhältnis zwischen Marktwert und realisierbarem Wert. Er liegt aktuell bei 1,13, und das bedeutet eine Chance auf Bodenbildung.
Der MVRV‑Wert ist ein zentraler Indikator für die Bewertung des Bitcoin‑Netzwerks. Werte nah an Eins deuten darauf hin, dass der Marktpreis in der Nähe des durchschnittlichen Kaufpreises aller Coins liegt. In der Vergangenheit markierten solche Phasen häufig Wendepunkte Bestände bei einem Verlust halten. Der aktuelle Rückgang auf 1,13 ist der niedrigste Stand seit März 2023 und signalisiert eine deutliche Abkühlung des Marktes nach den starken Anstiegen der vergangenen Monate.
Anderer Zyklus-Verlauf
Analysten weisen jedoch darauf hin, dass der aktuelle Zyklus strukturell von früheren Bullenmärkten abweicht. Während Bitcoin in früheren Spitzenphasen MVRV‑Werte bis über 4 erreichte, lag der Höchstwert im jüngsten Zyklus lediglich bei 2,28.
Das deutet darauf hin, dass der Markt trotz neuer Allzeithochs keine extreme Überbewertung ausgebildet hat. Diese Besonderheit erschwert klassische Mustererkennungen und macht historische Vergleiche weniger zuverlässig.
Onchain‑Daten deuten auf Trendwende
Neben dem MVRV‑Indikator zeigt auch der MVRV‑Z‑Score eine deutliche Abkühlung. Dieser Indikator misst, wie stark die aktuelle Bewertung vom langfristigen Durchschnitt abweicht. Der Z‑Score befindet sich laut aktuellen Analysen auf einem Niveau, das sogar tiefer liegt als in den Bodenphasen der Jahre 2015, -18, -20 und -22. Solche Extremwerte wurden in der Vergangenheit häufig mit Akkumulationsphasen und anschließenden Trendwechseln in Verbindung gebracht.
Parallele zu März 23 bei deutlich höherem Kurs
Der Vergleich mit März 2023 ergibt sich aus der ähnlichen Onchain‑Struktur, nicht aus dem absoluten Kurswert. Damals notierte Bitcoin bei rund 20.000 Dollar, nachdem der Markt gerade den FTX‑Crash verdaut hatte.
Heute liegt der Kurs deutlich höher, doch die Bewertungen ähneln sich. Das spricht dafür, dass der Markt trotz hoher nominaler Kurse in eine Phase übergeht, in der die Langzeitanleger verstärkt investieren und die Spekulanten aufgeben.
Es könnte der klassische Dip sein.
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