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JPMorgan optimistisch gegenüber Krypto für den Rest des Jahres, da institutionelle Zuflüsse die Erholung antreiben werden

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Die Wall-Street-Bank JPMorgan schlägt trotz des bisherigen Einbruchs in diesem Jahr einen konstruktiven Ton gegenüber Kryptowährungen an und argumentiert, dass institutionelle Zuflüsse und regulatorische Klarheit die nächste Aufwärtsbewegung für digitale Vermögenswerte stützen könnten.

"Wir sind für die Kryptomärkte im Jahr 2026 positiv gestimmt, da wir einen weiteren Anstieg des Flusses digitaler Vermögenswerte erwarten, der jedoch stärker von institutionellen Investoren getragen wird", erklärten die Analysten unter der Leitung von Nikolaos Panigirtzoglou im Bericht vom Montag.

Der Optimismus besteht trotz der jüngsten starken Korrektur, die Bitcoin $BTC$66.442,82 unter die vom Bankinstitut geschätzten Produktionskosten fallen ließ, ein Niveau, das historisch als weicher Preisboden fungierte. Die weltweit größte Kryptowährung wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 66.300 US-Dollar gehandelt.

Die Kryptomärkte haben in den letzten Wochen einen starken Rücksetzer erlitten. Bitcoin fiel kurzzeitig unter wichtige Breakeven-Niveaus, die mit den Produktionskosten der Miner verbunden sind, was die Stimmung einengte und die On-Chain-Aktivitäten reduzierte.

Trotz des Rückgangs bleibt die Volatilität erhöht, und das institutionelle Interesse hat sich besser gehalten als das Engagement der Privatanleger, was die Grundlage für eine mögliche Erholung bildet, falls die Kapitalrotation in digitale Vermögenswerte wieder an Fahrt gewinnt.

Die Analysten schätzen die Produktionskosten von Bitcoin nun auf etwa 77.000 US-Dollar, was in den letzten Wochen deutlich gesunken ist. Während ein längerer Handel unter diesem Niveau Druck auf die Miner ausüben und Betreiber mit höheren Kosten vom Netz nehmen könnte, wodurch sich wiederum die aggregierten Produktionskosten verringern würden, betrachtet die Bank diese Dynamik letztlich als selbstkorrigierend.

Gleichzeitig hat sich die relative Attraktivität von Bitcoin verbessert. Gold hat $BTC seit Oktober deutlich übertroffen, während die Volatilität des Edelmetalls stark angestiegen ist. Diese Kombination, so das Gutachten, macht $BTC wirkt gegenüber Gold zunehmend attraktiv langfristig gesehen.

JPMorgan erwartet im Jahr 2026 eine Erholung der Zuflüsse in digitale Vermögenswerte, die hauptsächlich von institutionellen Investoren und weniger von Privatanlegern oder digitalen Asset-Treasuries (DATs) getragen wird. Dieser Wandel werde voraussichtlich durch weitere regulatorische Fortschritte in den USA gestützt, einschließlich der möglichen Verabschiedung zusätzlicher Kryptowährungsgesetze wie des Clarity Act.

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