Jefferies erklärt, dass der jüngste Krypto-Ausverkauf nur wenige Anzeichen für eine bevorstehende Bodenbildung zeigt, obwohl Bitcoin und Ether nahe den Niveaus verweilen, die historisch gesehen Käufer bei Kursrückgängen angezogen haben.
In einer Forschungsnotiz in dieser Woche beschrieb die Bank den Abschwung als eine liquiditätsgetriebene Korrektur und nicht als einen Zusammenbruch der Blockchain-Aktivitäten. Stattdessen verwies sie auf die weiterhin bestehende Netzwerknutzung und die selektive Akkumulation von Bitcoin durch Unternehmen als Beleg dafür, dass die zugrunde liegende Infrastruktur des Sektors intakt bleibt.
Dies erfolgt, während Bitcoin nahe 64.800 US-Dollar gehandelt wird, ungefähr 47 % unter seinem Höchststand im Oktober 2025 von etwa 123.500 $, während Ether bei rund 1.900 $ notiert und damit fast 60 % unter seinen früheren Höchstständen im vorherigen Zyklus liegt.
Jefferies schrieb, dass die starken Preisrückgänge die bekannten „Krypto-Winter“-Narrative wiederbelebt haben, argumentierte jedoch, dass die aktuelle Schwäche eher mit einer allgemeineren Risikoaversion auf den globalen Märkten und einer Rotation weg von Wachstumsaktiva zusammenhängt als mit einer Verschlechterung der Blockchain-Grundlagen. Mehr als 2 Milliarden US-Dollar an kürzlich erfolgten Long-Liquidationen haben die tägliche Volatilität bei den wichtigsten Token weiter verstärkt.
Die Bank hob den Verkauf durch große Bitcoin-Inhaber und anhaltende Nettoabflüsse bei Spot-ETFs als wesentliche kurzfristige Gegenwinde hervor und deutete darauf hin, dass das institutionelle Portfolio-Rebalancing einen größeren Druck auf die Preise ausübt als das Verhalten der privaten Anleger.
Gleichzeitig stellte Jefferies fest, dass kleinere und mittelgroße Inhaber offenbar bestehende Positionen halten, anstatt diese aggressiv zu veräußern, während sich die Handelsvolumina auf zentralisierten Börsen und die dezentralisierte Kreditvergabe nach jüngsten Spitzenwerten zu stabilisieren beginnen.
Trotz seines vorsichtigen Tons verfehlt der Bericht eine durchweg pessimistische Einschätzung. Jefferies erklärte, dass längerfristige Katalysatoren wie Fortschritte bei der Regulierung, die Reife der Infrastruktur und eine stärkere Beteiligung traditioneller Finanzinstitute letztlich erneutes Interesse an Token, die mit ertragsgenerierenden Blockchains verbunden sind, entfachen könnten, was zu einer breiteren Leistungsdivergenz anstelle einer einheitlichen Erholung führen würde.