Bitcoin steuert auf einen vierten aufeinanderfolgenden monatlichen Rückgang zu, eine seltene Phase, die zuletzt von 2018 bis 2019 zu beobachten war, als der Markt sechs aufeinanderfolgende rote Monate verzeichnete. Es bleibt noch eine vollständige Handelswoche im Januar, doch Bitcoin liegt im Monatsvergleich leicht im Minus und pendelt um die 87.000 US-Dollar.
Der Vermögenswert verzeichnete in den Monaten Oktober, November und Dezember negative Schlusskurse, was eine deutliche Korrektur gegenüber dem Allzeithoch im Oktober darstellt. Von Höhepunkt zu Tiefststand ist Bitcoin in diesem Zeitraum um etwa 36 % gefallen.
Bemerkenswerterweise brachte selbst der Bärenmarkt 2022, als Bitcoin von 69.000 auf 15.000 US-Dollar einbrach – ausgelöst durch quantitative Straffung und spezifische Branchenzusammenbrüche im Krypto-Sektor –, nicht mehr als drei aufeinanderfolgende negative Monate hervor. Dieser historische Vergleich verdeutlicht, wie ungewöhnlich die aktuelle Serie wäre, falls auch der Januar mit einem Verlust schließen sollte.
Kurzfristiger Optimismus
Trotz der Schwäche bei den Kassapreisen deuten die Derivatemärkte auf eine vorsichtige Zuversicht hin. Laut Deribit-Daten, die Optionen-Positionierung weist auf ein moderates Aufwärtsinteresse bis zum Monatsende hin.
Bitcoin steht am 30. Januar vor einem Optionsverfall, bei dem ein Gesamt-Open Interest von etwa 8,5 Milliarden US-Dollar auf Deribit ausläuft. Die Call-Option mit einem Ausübungspreis von 100.000 US-Dollar hält den höchsten Nominalwert, nahe 900 Millionen US-Dollar, was darauf hindeutet, dass eine bedeutende Gruppe von Händlern auf eine Erholung auf dem sechsstelligem Niveau setzt. Der Max-Pain-Preis für diesen Verfall liegt nahe 90.000 US-Dollar. Max Pain bezeichnet das Kursniveau, bei dem die größte Anzahl von Optionskontrakten wertlos verfällt, was beim Verfallszeitpunkt eine Art gravitativen Zug zu diesem Niveau erzeugen kann.