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“Ich will noch mehr Risiko”: So wettet Arthur Hayes in 2026

source-logo  btc-echo.de 5 S
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  • Bitcoin hat Anleger im Jahr 2025 enttäuscht, doch für Arthur Hayes folgte die Kryptowährung lediglich rational dem Rückgang der Dollar-Liquidität.
  • Während Gold durch strategische Käufe der Zentralbanken und der Nasdaq durch staatlich geförderte KI-Narrative gestützt wurden, fehlten Bitcoin diese Sonderfaktoren, wie er in einem aktuellen Essay erklärt.
  • Hayes bezeichnet die Performance von BTC polemisch als “utter dog shit“, sieht darin aber die Bestätigung seiner These: Bitcoin ist das reinste Barometer für Fiat-Liquidität.
  • Für 2026 prognostiziert der Ex-BitMEX-CEO eine radikale Kehrtwende. Unter dem Motto “Run it hot“ erwartet er eine aggressive Ausweitung der Geldmenge durch die US-Regierung und die Fed.
  • Zentrale Treiber seien neue Ankaufprogramme (RMP), eine gelenkte Kreditvergabe in strategische Industrien und eine politisch motivierte Senkung der Hypothekenzinsen. Ziel sei ein überhitztes Wachstum zur Sicherung politischer Macht, was zwangsläufig die Preise begrenzter Assets treibe.
  • Charts zur Korrelation von Bitcoin und Dollar-Liquidität zeigen laut Hayes bereits eine gemeinsame Bodenbildung.
  • Er geht davon aus, dass BTC die Underperformance des Vorjahres aufholen und im Zuge der neuen Liquiditätswelle deutlich über die Marke von 110.000 US-Dollar steigen wird. Das makroökonomische Umfeld wandelt sich von einem Gegenwind zu einem massiven Rückenwind für den Krypto-Sektor.
  • Um sich für dieses Szenario zu positionieren, setzt Hayes nicht nur auf Spot-Bitcoin. Er nutzt darüber hinaus Aktien von MicroStrategy (MSTR) und Metaplanet als gehebelte Proxies, die bei einem Bitcoin-Ausbruch überproportional profitieren sollen.
  • Zusätzlich baut er seine Positionen im Privacy-Coin Zcash aus, dessen jüngste Entwickler-Abgänge er antizyklisch als Chance interpretiert. Auch für Gold bleibt Hayes bullish, sieht es aber primär als Reserve-Asset in einer Welt, die sich von US-Staatsanleihen abwendet.
  • Tech-Investoren warnt er hingegen: Die “Verstaatlichung“ des KI-Sektors könnte langfristig die Renditen drücken, auch wenn die staatliche Unterstützung die Kurse kurzfristig oben hält. Für Krypto-Investoren lautet die Devise jedoch: Die Liquidität kommt zurück.
  • Ob Hayes recht behält, wird sich zeigen. Mit seiner Kursprognose für 2025 (250.000 US-Dollar pro BTC) lag der ehemalige Banker deutlich daneben.

Quellen

Arthur Hayes, Frowny Cloud

btc-echo.de