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Warum Bitcoin 2025 enttäuschte – und was 2026 ändern könnte

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Bitcoin gilt vielen als der ultimative Profiteur expansiver Geldpolitik. Doch ausgerechnet im Jahr 2025 blieb die Kryptowährung hinter anderen Risiko-Assets zurück. Während Aktienindizes und Gold neue Höchststände erreichten, hinkte BTC zeitweise deutlich hinterher. In seinem aktuellen Blogpost „Frowny Cloud“ liefert BitMEX-Mitgründer Arthur Hayes eine Erklärung – und wagt zugleich einen Ausblick auf 2026.

Die „Frowny Cloud“ über Bitcoin

Hayes beschreibt die Underperformance von Bitcoin als Resultat fehlender Dollar-Liquidität. Seine zentrale These: Bitcoin ist kein Asset, das allein von Narrativen lebt, sondern stark von globalen Finanzierungsbedingungen abhängt. 2025 blieb die große geldpolitische Lockerung aus – insbesondere in den USA. Ohne frische Liquidität fehlte der Treibstoff für eine nachhaltige BTC-Rally.

Währenddessen profitierten andere Märkte stärker von Kapitalumschichtungen. Tech-Aktien zogen Anleger an, Gold fungierte als klassischer Inflations-Hedge. Bitcoin hingegen hing gewissermaßen unter einer „Frowny Cloud“: strukturell bullish, kurzfristig jedoch ausgebremst.

2026: Alles eine Frage der Liquidität

Für 2026 zeichnet Hayes ein deutlich konstruktiveres Bild – allerdings unter klaren Bedingungen. Entscheidend sei, ob die US-Notenbank und andere Zentralbanken gezwungen werden, die Liquidität wieder auszuweiten. Steigende Staatsdefizite, politischer Druck und eine schwächelnde Konjunktur könnten genau dieses Szenario begünstigen.

Kommt es zu einer erneuten monetären Expansion, sieht Hayes Bitcoin erneut als einen der größten Profiteure. Konkrete Kursziele nennt er zwar nicht, implizit stellt er jedoch neue Höchststände in Aussicht, sobald sich die globalen Finanzierungsbedingungen drehen.

Bitcoin-Exposure über Aktien

Interessant ist auch Hayes’ taktischer Ansatz für das erste Quartal 2026. Statt ausschließlich auf BTC zu setzen, favorisiert er Aktien mit starkem Bitcoin-Bezug. Allen voran MicroStrategy, das längst als börsennotierter Bitcoin-Proxy gilt. Ebenfalls erwähnt wird Metaplanet, ein japanisches Unternehmen, das sich zunehmend strategisch an Bitcoin ausrichtet.

Der Gedanke dahinter: Diese Titel könnten bei einer BTC-Rally überproportional reagieren – mit höherem Risiko, aber auch höherem potenziellen Ertrag.

Fazit

Der „Frowny Cloud“-Beitrag ist weniger Markt-Timing als Makro-Analyse. Hayes macht klar: Ohne Liquidität kein Bitcoin-Bullenmarkt. Sollte sich das geldpolitische Umfeld 2026 drehen, könnte BTC jedoch schnell wieder zu den stärksten Makro-Assets zählen. Für Anleger bedeutet das: Nicht nur auf den Chart schauen, sondern vor allem auf die Geldhähne der Zentralbanken.

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