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Bitcoin: Chaos als Katalysator?

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Bitcoin bewegt sich zu Wochenbeginn stabil zwischen 91.000 und 92.000 US-Dollar – und das inmitten eines beispiellosen institutionellen Konflikts in den USA. Während sich Fed-Chef Jerome Powell und das Justizministerium einen öffentlichen Schlagabtausch liefern, profitiert die Kryptowährung gleichzeitig von einem regulatorischen Durchbruch in Südkorea. Die Frage: Kann Bitcoin vom Chaos profitieren oder droht ein Rücksetzer?

Fed unter Beschuss – Gold explodiert

Am Sonntag offenbarte Powell, dass die US-Notenbank Vorladungen vom Justizministerium erhalten habe – mit der Androhung strafrechtlicher Ermittlungen wegen Gebäuderenovierungen. Powell wertet dies als politisch motivierten Angriff auf die Unabhängigkeit der Fed.

Die Reaktion der Märkte:
Gold erreichte am Montag ein neues Allzeithoch über 4.600 US-Dollar je Unze
Bitcoin stabilisierte sich um 92.000 Dollar, konnte dem Gold-Rally jedoch nicht folgen
US-Futures bleiben unter Druck

Während Gold als klassischer sicherer Hafen massiv zulegt, zeigt Bitcoin eine gemischte Performance. Die Kryptowährung bestätigt zwar ihren Status als nicht-staatliche Alternative, kämpft aber mit der Risk-off-Stimmung an den Aktienmärkten.

Institutionelle Flows: Verkaufsdruck nimmt zu

Nach einem starken Start ins Jahr mit Nettozuflüssen von 697,2 Millionen US-Dollar am 5. Januar kippte die Stimmung. In der Handelswoche bis zum 9. Januar verzeichneten die US-Spot-Bitcoin-ETFs Abflüsse von rund 681 Millionen Dollar.

Besonders auffällig: BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) verzeichnete am Freitag allein Abflüsse von etwa 193 Millionen Dollar. Institutionelle Anleger reduzieren offenbar ihre Positionen vor wichtigen Wirtschaftsdaten.

Südkorea öffnet die Schleusen

Ein Lichtblick kommt aus Asien: Die südkoreanische Finanzaufsicht FSC hat ein neunjähriges Verbot für Unternehmensinvestitionen in Kryptowährungen aufgehoben.

Die neuen Regeln:
– Börsennotierte Unternehmen dürfen bis zu 5% ihres Eigenkapitals in digitale Assets investieren
– Beschränkung auf die Top-20-Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung
– Finale Regelungen werden im Februar erwartet, erste Investments ab Ende 2026

Diese Öffnung könnte Milliarden an Unternehmenskapital mobilisieren – ein Gegengewicht zu den aktuellen Abflüssen aus westlichen ETFs.

Technischer Ausblick: 90.000 Dollar im Fokus

Bitcoin konsolidiert aktuell zwischen wichtigen Marken. Die 90.000-Dollar-Schwelle fungiert als unmittelbare Unterstützung. Ein Durchbruch über 95.000 Dollar könnte den Weg Richtung 100.000 Dollar ebnen, wo bedeutende Call-Optionen liegen.

Am Dienstag folgen die US-Inflationsdaten (CPI). Angesichts des politischen Drucks auf die Fed könnte eine überraschend hohe Inflation für zusätzliche Volatilität sorgen – ein Umfeld, das Bitcoin historisch begünstigt hat.

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