Bitcoin hat im Jahr 2025 mehrere als sicher geltende Marktregeln gebrochen. Weder das traditionell starke vierte Quartal noch das erwartete Post-Halving-Momentum konnten überzeugen. Stattdessen rückt ein anderer Faktor zunehmend in den Fokus: die globale Liquiditätsentwicklung. Diese Analyse zeigt, warum klassische Krypto-Zyklen an Bedeutung verlieren und welche Rolle die Geldpolitik für Bitcoin im Jahr 2026 spielen könnte.
• Zyklusbruch: Das vierte Quartal 2025 endete entgegen historischer Muster mit einem Minus von 23 Prozent, wodurch das klassische Vierjahreszyklus-Modell deutlich an Aussagekraft verloren hat.
• Post-Halving-Enttäuschung: Obwohl 2025 ein typisches Post-Halving-Jahr war, blieb die erwartete parabolische Aufwärtsphase aus – ein weiterer Bruch mit etablierten Krypto-Narrativen.
• Liquidität als Treiber: Bitcoin folgt zunehmend den globalen Liquiditätszyklen und reagiert stärker auf geldpolitische Impulse als auf interne Faktoren wie Halving oder Stock-to-Flow-Modelle.
• Rolle der Federal Reserve: Der Abbau der Reverse-Repo-Facility speiste den letzten Bitcoin-Zyklus überwiegend aus alter Liquidität; erst seit Dezember 2025 sorgt die US-Notenbank wieder aktiv für neue Liquiditätszuflüsse durch Anleihekäufe.
• Marktpsychologie: Allein das Signal geldpolitischer Lockerung kann durch antizipierende Marktteilnehmer eine stärkere Kursreaktion auslösen, als das tatsächliche monatliche Kaufvolumen von aktuell rund 40 Milliarden Dollar rechtfertigen würde.
• Ausblick 2026: Die Wiederexpansion der Fed-Bilanz, mögliche regulatorische Lockerungen für Banken und ein potenzieller Führungswechsel bei der Federal Reserve könnten ab der zweiten Jahreshälfte 2026 neue Impulse für Bitcoin und die Gesamtmärkte liefern.