In einer Rede in Rhode Island betonte der Chef der Federal Reserve (sprich: US-Notenbank), dass die Zentralbank nach der Zinssenkung um 25 Basispunkte (0,25 Prozentpunkte) letzte Woche „gut positioniert“ sei.
Er hob erneut hervor, dass die „Abwärtsrisiken für die Beschäftigung gestiegen sind“. Doch betonte er auch, dass „die Unsicherheit über den Inflationspfad weiterhin hoch bleibt“.
Powell warnte, dass eine zu schnelle Lockerung die Inflation weiter anheizen könnte, während eine zu lange restriktive Politik Arbeitsplätze gefährden könnte. „Aufgrund dieser zweiseitigen Risiken gibt es keinen risikofreien Weg“, erklärte er. Die Politik werde daher weiterhin von den eingehenden Wirtschaftsdaten geleitet.
Die Bank lässt also die Tür für weitere Senkungen offen, bleibt jedoch gleichzeitig vorsichtig wegen der steigenden Inflation.
Nächsten Monat treffen sich die Politikgestalter erneut und auch im Dezember steht noch eine Zinsentscheidung an. Daten der CME Group zeigen, dass 78 Prozent des Futures-Marktes mit zwei weiteren Zinssenkungen in diesem Jahr rechnen. Aus dem Dot-Plot der letzten Woche geht hervor, dass dies auch die Erwartung der Mitglieder des Federal Open Market Committee (FOMC), dem Politikorgan der Zentralbank, ist.
Aktien und Bitcoin fallen
Powell merkte zudem an, dass der Aktienmarkt „ziemlich hoch bewertet ist“. Während seiner Pressekonferenz fielen die Kurse etwas. Der Nasdaq schloss den Tag mit einem Verlust von 0,95 Prozent und der S&P 500 verlor 0,54 Prozent.
Bitcoin fiel von 113.000 Dollar auf 111.600 Dollar und sank in der Nacht noch weiter auf 111.100 Dollar. Mittlerweile wird die größte Kryptowährung für 112.700 Dollar gehandelt.