- Während der Bitcoin 2025 Konferenz in Las Vegas hatte der Strategy-Vorsitzende Michael Saylor die Offenlegung seiner $BTC-Bestände als “schlechte Idee” abgetan.
- Der derzeit konventionelle Weg zur Veröffentlichung von sogenannten “Proof-of-Reserves” sei ihm zufolge “unsicher” und mache Käufer, Verwahrer und Börsen angreifbar.
- Kurz darauf später veröffentlichte die Onchain-Daten-Plattform Arkham Intel jedoch die vermeintlichen Bitcoin-Adressen der Firma, die laut eigenen Angaben 580.250 $BTC hält.
BREAKING: WE’VE IDENTIFIED EVEN MORE OF SAYLOR’S $BTC – 97% OF ALL HOLDINGS
— Arkham (@arkham) May 29, 2025
We have identified an additional 53,833 $BTC ($5.75B), bringing our coverage of Saylor’s Bitcoin holdings to $59.92B, almost ALL of his $BTC.
We are the first to publicly identify these holdings. pic.twitter.com/uPTxcU9mR2
- Darin zu sehen sind auch nach 2 Updates lediglich 454.231 $BTC, was unter einigen Beobachtern für Verwirrung sorgte. Denn Arkham behauptet, 97 Prozent der Bestände – in der Theorie also etwa 562.000 $BTC – identifiziert zu haben.
- Sofern die Daten stimmen, hätte Strategy also rund 107.000 $BTC weniger als behauptet – eine Lücke von 11,2 Milliarden US-Dollar.
- Des Rätsels Lösung scheinen 107.000 $BTC, die sich laut einigen Beobachtern beim Vermögensverwalter Fidelity befinden. Dieser trennt die erhaltenen $BTC nicht nach Sendern, sodass es keinen Weg gibt, sie onchain eindeutig Strategy zuzuweisen.
- Die Verwirrung um die “fehlenden” Bitcoin zeigt, wie abhängig das Asset von Michael Saylor sein könnte.
- Schon einmal erlebte die Branche mit dem Kollaps von FTX ein Trauma, das On-Chain-Nachweise über Krypto-Rücklagen als gängiges Verfahren zur Schaffung von Vertrauen etablierte.
- FTX hatte vorgegeben, Kunden-Einlagen sicher zu verwahren, während das Unternehmen diese in Wahrheit an die Trading-Firma Alameda Research weiterreichte. Die ehemalige Krypto-Börse konnte die Einlagen von Kunden irgendwann nicht decken und ging schließlich insolvent.
- Sollten jemals wirklich Zweifel über die vorgegeben Bitcoin-Bestände großer Firmen wie Strategy aufkommen, könnte eine vergleichbare Kettenreaktion in Gang getreten werden.
- Michael Saylor verweist hingegen auf die regelmäßigen und umfassenden Prüfungen, die sich börsennotierte Unternehmen wie seines unterziehen müssen.
- Diese Prüfungen werden in der Regel von den Big-Four-Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durchgeführt und von der US-Börsenaufsicht kontrolliert. Unterzeichner sind sowohl zivil- als auch strafrechtlich für die Richtigkeit dieser Prüfungen haftbar, wie Saylor betonte.