ETHEREUM
Ethereum steht am Montagmorgen bei über 2.650 Dollar, 5 Prozent Plus über das Wochenende. Die Ethereum ETFs meldeten vom Börsenfreitag 144 Millionen US-Dollar Kapitalzufluss und erzielten trotzdem ein Wochenergebnis von 140 Millionen Minus.
$ETH Labs hat zum Wochenende den Vorschlag untersucht, Ethereum schneller zu machen. Derzeit benötigt die Blockchain des führenden Altcoins etwa 12 Sekunden, um sich mit einem neuen Block fortzuschreiben und so Transaktionen zu organisieren und zu dokumentieren. Mit EIP-8198 soll diese Zeitspanne auf unter 10 Sekunden gedrückt werden, laut $ETH Labs wird dieses 2027 mögliche Update von mindestens 20 Gründern aus der der DeFi-Sparte unterstützt. Auch Ethereum Institutional schloss sich per X den Befürwortern an. Ein Argument: Wenn der Handel mit tokenisierten Wertpapieren und anderen Anlageklassen vorhersehbar zur Normalität wird, muss Ethereum als Anlaufpunkt Nummer Eins dies auch in einem angemessenen Tempo unterstützen. Zum Vergleich: Solana hat vor wenigen Tagen seine Blockzeit von 3 auf 2,5 Sekunden gedrückt und arbeitet an weiteren Maßnahmen für höhere Geschwindigkeit. EIP-8198 bei Ethereum könnte mit dem für nächstes Jahr geplantem Upgrade Hegota umgesetzt werden. Die noch jungen $ETH Organisationen Labs und Institutional haben ein Thema gefunden, bei dem die offizielle Ethereum Stiftung bislang keine Priorität signalisiert.
ALTCOINS
Gewinner des Tages ist $NEAR Protocol mit 24 Prozent Plus. Eine Roadmap für Sicherheit vor Quantencomputern, der Fokus auf KI-Agenten und vertraulichen Handel mit Krypto Perps beflügelt $NEAR.
Verlierer des Tages ist MemeCore (M) mit 5 Prozent Minus. Nach 30 Prozent Wochenplus erlebt MemeCore Preiskorrektur, doch mit dem Slogan Meme 2.0 hat sich M in der Szene etabliert.
Das Krypto-Stimmungsbarometer rückt in der Zone „Gier“ langsam vor, angesichts des jüngsten Bitcoin Aufschwungs keine Überraschung.
AUS DER KRYPTOINDUSTRIE
Einen aufschlussreichen Einblick in die Erfahrungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit Blockchains liefert die FAZ. Die KfW hatte im Juni zu dritten Mal eine Anleihe als Kryptowertpapier auf der Blockhain herausgebracht und bei der Mitteilung dazu einen „Härtetest“ für den Herbst angekündigt. Dahinter verbirgt sich, bei der unterliegenden Blockchain von Polygon auf SWIAT/Regulated Layer One (RL1) zu wechseln, einem Projekt der Dekabank im Ethereum Standard. Die FAZ schreibt, dass die bisherigen DLT Anleihen der KfW fast gar nicht gehandelt werden und so der Vorteil von Blockchain-Lösungen wie schnelle Bearbeitungszeit gar nicht zum Tragen kommen. KI-Agenten beispielsweise aber sind an blitzschnelle Transaktionen gewohnt, 40 Minuten braucht die KfW laut FAZ aber immer noch. Der Wechsel der Blockchain habe in einer Generalprobe geklappt und sei nun in der Praxis für den 23. September angesetzt. Im Dezember sollen dann erstmals die Zinsen für eine DLT Anleihe über die Blockchain ausgezahlt werden – langsam aber stetig arbeitet die KfW daran, neue Standards anzuerkennen und kundenfreundlich umzusetzen. Doch noch betreffen Blockchain Lösungen der KfW nicht einmal ein Prozent der mehr als 80 Milliarden Euro, welche die KfW über Anleihen jährlich einsammelt.