Der Bitcoin-Kurs ist seit gestern Abend deutlich gefallen. Auslöser sind neue Angriffe zwischen den Vereinigten Staaten und Iran. Nachdem Iran Handelsschiffe in der Straße von Hormus angegriffen hatte, reagierten die USA mit Gegenschlägen. Damit gerät die fragile Waffenruhe unter Druck, der Ölpreis steigt und Bitcoin (BTC) gibt nach.
Straße von Hormus weiter nicht zur Normalität zurückgekehrt
Der Ölpreis zog nach den neuen US-Angriffen auf Iran entsprechend kräftig an. Die Vereinigten Staaten sprechen von „massiven Angriffen“ als Reaktion auf iranische Attacken auf drei Handelsschiffe in oder nahe der Straße von Hormus.
Damit gerät die ohnehin fragile Waffenruhe zwischen den Vereinigten Staaten und Iran erneut unter Druck. Im vergangenen Monat schien sich die wichtige Schifffahrtsroute langsam wieder für den Verkehr zu öffnen, doch die neue Eskalation gefährdet diese Erholung.
Für die Märkte ist vor allem die Straße von Hormus entscheidend. Durch die schmale Passage wird ein erheblicher Teil des weltweiten Öls transportiert. Wenn Anleger neue Störungen befürchten, steigt der Ölpreis rasch, zugleich nehmen die Inflationssorgen zu.
Das erklärt, warum riskante Anlagen wie Bitcoin unter Druck stehen. Ein höherer Ölpreis kann die Inflation länger erhöht halten, wodurch die US-Notenbank weniger Spielraum für Zinssenkungen hätte. Anleger reduzieren deshalb vorübergehend ihr Risiko.
Warten auf das Protokoll der Zinssitzung
Zudem richtet sich der Blick heute auf das Protokoll der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank. Die erste Sitzung unter dem Vorsitz von Warsh wurde als restriktiv gewertet. Am Nachmittag dürfte klarer werden, inwieweit diese Einschätzung zutrifft.
Das Protokoll gibt Einblick in die Diskussionen innerhalb der US-Notenbank während der Zinssitzung. Es dürfte damit einen der unverstelltesten Hinweise darauf liefern, wie die Notenbank die Wirtschaft derzeit einschätzt.
Vor diesem Hintergrund könnte den Finanzmärkten ein volatiler Handelstag bevorstehen.