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Der US-Aktienmarkt nähert sich den Bewertungen des Höhepunkts der Dotcom-Blase

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Die US-Aktien werden zu Bewertungen gehandelt, die nahe an den Höchstständen der Dotcom-Blase liegen, einer Periode, die im Jahr 2000 in einem drastischen Marktzusammenbruch endete.

Ein zyklisch bereinigtes Kurs-Gewinn-Verhältnis, bekannt als das Shiller-KGV, stieg in diesem Monat auf bis zu 42,18, knapp unter dem Wert von 44,19, der auf dem Höhepunkt der Dotcom-Ära beobachtet wurde, die das Wachstum von Internetunternehmen basierend auf dem damals noch jungen weltweiten Web kennzeichnete.

Der S&P 500 fiel zwischen März 2000 und Oktober 2002 um 50 % und erreichte seinen Höchststand erst 2007 wieder. Das Verhältnis — das kurzfristige Gewinnschwankungen glättet, um einen langfristigen Überblick zu bieten — deutet darauf hin, dass US-Aktien, angeführt von Mega-Cap-Technologiewerten, die vom Boom der Künstlichen Intelligenz profitieren, derzeit zu den höchsten Bewertungen seit über 25 Jahren gehandelt werden.

Mehrere Beobachter haben kürzlich gesagt dass die Bewertungen am US-Aktienmarkt als überzogen erscheinen. Eine Analyse von Vanguard zeigte, dass die Aktienbewertungen zum Ende des ersten Quartals im Vergleich zu historischen Durchschnitten weiterhin erhöht waren, insbesondere in wachstumsstarken Segmenten.

Sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq 100 sind seitdem weiter gestiegen und haben jeweils um 14 % bzw. 24 % zugelegt.

Was Bitcoin betrifft, so ist eine Bewertung nach traditionellen Wall-Street-Maßstäben schwierig, da Kryptowährungen keine Cashflows generieren, wodurch Rahmenwerke wie das Shiller-KGV nicht anwendbar sind.

Dennoch wirkt Bitcoin aus Preissicht günstiger als US-Aktien und keineswegs in ähnlicher Weise überdehnt. Er notiert deutlich unter seinem Rekordhoch von rund 126.000 US-Dollar, das im vergangenen Jahr erreicht wurde, während der Nasdaq 100 und der S&P 500 Spitzenwerte erreichen.

Dies lässt Raum für die Sichtweise der Bullen, dass in Phasen von Aktienvolatilität oder Bewertungsdruck einige Diversifikationsströme in die relativ günstigen Krypto-Assets umschichten könnten, wenngleich dieses Ergebnis alles andere als sicher ist.

Darüber hinaus hat die zunehmende Institutionalisierung von Bitcoin in den letzten Jahren seine Verbindungen zur Stimmung an der Wall Street verstärkt, was bedeutet, dass Instabilität bei Aktien auf den Kryptomarkt übergreifen könnte.

Obwohl der Shiller-KGV-Wert nicht zwangsläufig eine bevorstehende Korrektur oder einen Einbruch der Aktienkurse signalisiert, deutet er im Vergleich zur Dotcom-Ära darauf hin, dass der Spielraum für Enttäuschungen bei den Gewinnen oder der wirtschaftlichen Entwicklung enger wird. Selbst eine geringe Enttäuschung könnte eine überproportionale negative Reaktion auslösen.

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