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Die Erholung der Zuflüsse in Bitcoin-ETFs ist real. Sie ist jedoch noch nicht abgeschlossen

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Die 11 in den USA börsengehandelten Spot-Bitcoin Exchange-Traded Funds (ETFs) verzeichneten nun zwei aufeinanderfolgende Monate mit Nettozuflüssen, was auf eine erneuerte institutionelle Nachfrage nach der führenden Kryptowährung hinweist.

Betrachtet man das Ganze aus der Distanz, erscheint die Erholung bescheidener als die monatlichen Schlagzeilen vermuten lassen.

ETFs haben in den letzten zwei Monaten insgesamt 3,29 Milliarden US-Dollar an Anlegergeldern angezogen, so Datenquelle SoSoValue. Der Mai begann positiv, wobei ETFs am Freitag einen Nettomittelzufluss von 629 Millionen US-Dollar verzeichneten.

Dies hat die kumulierten Nettozuflüsse seit dem Start im Januar 2024 auf 58,72 Milliarden US-Dollar angehoben, womit sie weiterhin unter dem Rekordhoch von 61,19 Milliarden US-Dollar im Oktober liegen. Es ist auch der Monat, in dem der Bitcoin-Spotpreis seinen bisherigen Höchststand von über 126.000 US-Dollar erreichte.

Die Lücke zeigt, dass sich die Nachfrage zwar erholt hat, sie jedoch die Abflüsse zwischen November 2025 und Februar 2026 noch nicht ausgeglichen hat. In diesem viermonatigen Zeitraum zogen Anleger 6,38 Milliarden US-Dollar ab, begleitet von einem starken Rückgang des Bitcoin-Kurses auf nahezu 60.000 US-Dollar von über 100.000 US-Dollar.

Es ist nicht unbedingt ein Grund zur Besorgnis, sondern eher eine nützliche Realitätsschau darüber, wo wir im Vergleich zum Höhepunkt der bullischen Stimmung im Oktober stehen. Es zeigt uns, dass die Erholung der ETF-Zuflüsse real, aber unvollständig ist. Ob sie genügend Schwung gewinnt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.

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