Das Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis schätzt, dass das Stablecoin-Volumen innerhalb des nächsten Jahrzehnts die Marke von 1,5 Billiarden US-Dollar erreichen könnte. Dies würde das heutige Gesamtvolumen der weltweiten grenzüberschreitenden Zahlungen übertreffen.
Neue Generation als Treiber
In einem Bericht vom Mittwoch erklärte das Team von Chainalysis, dass das bereinigte Stablecoin-Volumen allein durch organisches Wachstum bis 2035 719 Billionen US-Dollar erreichen könnte, gegenüber 28 Billionen US-Dollar im Jahr 2025. Diese Zahl könnte sich sogar noch verdoppeln, wenn zwei wichtige Katalysatoren zum Tragen kommen: Die Babyboomer-Generation, die Vermögen in Höhe von über 100 Billionen US-Dollar an eine kryptobegeisterte Generation weitergibt, und Stablecoins, die traditionelle Zahlungswege verdrängen und zur Standard-Zahlungsinfrastruktur werden.
“Berücksichtigt man diese Katalysatoren, ändern sich unsere Prognosen: Das Volumen könnte sich 2035 auf 1,5 Billiarden US-Dollar belaufen – eine Zahl, die die geschätzten 1 Billiarde US-Dollar an heutigen globalen grenzüberschreitenden Zahlungen übersteigen würde”, so Chainalysis.
Optimistische Schätzung
Die Zahl liegt sogar noch über der jüngsten Schätzung des World Population Review zum Gesamtwert aller globalen Vermögenswerte in Banken, Immobilien und Bargeld, der bei rund 662 Billionen US-Dollar liegt. Selbst die 719 Billionen US-Dollar würden bedeuten, dass Stablecoins ihre durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 133 Prozent für das nächste Jahrzehnt beibehalten müssten.
Unterdessen werden Stablecoins häufig als wichtiger Treiber für die Akzeptanz von Kryptowährungen genannt. Ein Bericht von EY-Parthenon, der Strategieberatungssparte von Ernst & Young, vom September ergab, dass weltweit 13 Prozent der Finanzinstitute und Unternehmen Stablecoins nutzen und 54 Prozent der Nicht-Nutzer davon ausgehen, diese innerhalb von 12 Monaten einzuführen.