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Dogecoin (DOGE) Prognose: Bären-Alarm – Fällt der Meme-King jetzt auf 0,10 US-Dollar?

source-logo  coin-update.de 16 Januar 2026 08:32, UTC
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Der Kryptomarkt sucht seine Richtung – und kaum ein Asset spürt diesen Druck deutlicher als Dogecoin (DOGE). Während große Coins um wichtige Zonen ringen, zeigt der bekannteste Meme-Coin der Welt zunehmend strukturelle Schwäche. Es geht dabei längst nicht mehr nur um kurzfristige Volatilität. Vielmehr deutet sich eine Phase an, in der Kapital selektiver wird und riskante, narratives-getriebene Assets besonders unter Druck geraten.

Die technische Struktur von DOGE hat sich in den letzten Tagen klar eingetrübt. Nach dem Scheitern am Widerstand bei 0,145 US-Dollar bildete sich ein klassisches „Lower High“ – ein Muster, das in der technischen Analyse häufig den Beginn einer weiteren Abwärtsbewegung markiert. Frühere Kurstreiber aus dem Social-Media-Umfeld scheinen aktuell weitgehend eingepreist. Ohne neue externe Impulse fehlt dem Kurs die nötige Nachfrage, um nachhaltig nach oben auszubrechen.

Der Markt blickt nun zunehmend auf die Zone um 0,10 US-Dollar. Diese Marke ist nicht nur psychologisch relevant, sondern auch charttechnisch ein Bereich, in dem in der Vergangenheit verstärkt Liquidität lag. Sollte die aktuelle Unterstützungszone brechen, könnte sich der Verkaufsdruck beschleunigen. Gerade kurzfristig orientierte Marktteilnehmer, die auf eine schnelle Erholung gesetzt haben, könnten dann zur Kapitulation gezwungen werden. Aktuelle Kurs- und Volumendaten lassen sich dabei laufend über CoinMarketCap verfolgen. Wer sich grundsätzlich mit Dogecoin beschäftigt oder Dogecoin kaufen möchte, sollte diese Phase besonders nüchtern bewerten.

Kritische Chart-Marken: Droht ein weiterer Abverkauf bei Dogecoin?

Charttechnisch präsentiert sich Dogecoin derzeit angeschlagen. Der Kurs notiert unter wichtigen gleitenden Durchschnitten, was viele Trader als Bestätigung eines intakten Abwärtstrends werten. Ein Simple Moving Average (SMA) dient dabei häufig als Referenz für Trendrichtung und Dynamik. Auch das Momentum spricht gegen die Bullen: Während der Preis versucht, sich zu stabilisieren, zeigt der RSI weiterhin Schwäche – eine Konstellation, die oft mit Divergenzen erklärt wird. Eine Einordnung dazu liefert die Definition des Relative Strength Index (RSI).

Hinzu kommt, dass das Marktinteresse zuletzt spürbar nachgelassen hat. Sinkendes Handelsvolumen ist in Abwärtstrends selten ein gutes Zeichen, da es darauf hindeutet, dass Käufer nicht bereit sind, auf dem aktuellen Niveau aggressiv einzusteigen. Auf Netzwerkebene lässt sich diese Entwicklung unter anderem über die Transaktionsstatistiken von Blockchair nachvollziehen.

Die Szenarien für die kommenden Wochen:

  • Das Bären-Szenario (Wahrscheinlichkeit: Hoch): Fällt DOGE nachhaltig unter die Unterstützung bei rund 0,12 US-Dollar, rückt die Zone um 0,10 US-Dollar in den Fokus. Dort befindet sich eine zentrale psychologische Marke. Ein Bruch dieser Zone könnte einen beschleunigten Abverkauf auslösen, da viele Stop-Loss-Orders in diesem Bereich liegen dürften.
  • Das Bullen-Szenario (Invalidierung): Um das negative Bild zu drehen, müsste DOGE den Bereich um 0,15 US-Dollar überzeugend zurückerobern – idealerweise mit deutlich anziehendem Volumen. Erst dann wäre das aktuelle Abwärtsszenario technisch widerlegt.
  • Der Seitwärtsfall („Chop“): Ebenfalls möglich ist eine längere, zermürbende Seitwärtsphase zwischen etwa 0,11 und 0,13 US-Dollar. Solche Phasen kosten vor allem Zeit – und Nerven.

Strukturelles Problem: Warum Dogecoin im aktuellen Marktumfeld besonders anfällig ist

Unabhängig von kurzfristigen Kursmarken bleibt ein grundlegendes Thema bestehen: Dogecoin ist inflationär und besitzt keine feste Maximalmenge. Die Emission neuer DOGE erfolgt über eine konstante Block-Subvention. Diese Struktur ist unter anderem in offiziellen Unterlagen dokumentiert, etwa in diesem SEC-Filing, das die Netzwerkparameter und Umlaufmenge beschreibt.

Das bedeutet nicht, dass DOGE „wertlos“ ist – aber das Chance-Risiko-Profil verschiebt sich. In früheren Zyklen reichte oft reines Sentiment, um starke Rallyes auszulösen. In reiferen Marktphasen werden Narrative jedoch schneller hinterfragt. Genau diese Neubewertung scheint aktuell stattzufinden.

Sentiment und Zyklus: Warum Meme-Coins in Schwächephasen überdurchschnittlich leiden

Meme-Coins wie Dogecoin reagieren traditionell überproportional auf Veränderungen im Marktsentiment. In Euphorie-Phasen profitieren sie stark von spekulativer Liquidität. Kippt die Stimmung jedoch, wird genau dieses Kapital meist als Erstes wieder abgezogen. Dadurch entstehen oft stärkere und schnellere Abwärtsbewegungen als bei etablierten Large-Cap-Coins.

Aktuell deutet vieles darauf hin, dass sich der Markt in einer Phase der Selektion befindet. Kapital wird vorsichtiger eingesetzt, Risiken werden reduziert, und hochspekulative Assets geraten unter Druck. Für Dogecoin bedeutet das: Selbst wenn der Gesamtmarkt stabil bleibt, kann DOGE relativ gesehen weiter schwächeln. In einem breiteren Kontext lohnt sich auch ein Blick auf die eigene Strategie im Krypto-Portfolio.

Fazit: 0,10 US-Dollar als realistische Zielzone – aber nicht zwingend das Ende der Bewegung

Zusammengefasst spricht die aktuelle Marktstruktur eher für Vorsicht als für Optimismus. Die Zone um 0,10 US-Dollar ist ein naheliegendes Ziel, falls die aktuellen Unterstützungen nicht halten. Ob dort bereits ein tragfähiger Boden entsteht, hängt stark vom Gesamtmarkt und vom Sentiment ab.

Für kurzfristig orientierte Trader bleibt DOGE ein hochvolatiles Trading-Vehikel. Für strategisch orientierte Marktteilnehmer hingegen ist Geduld gefragt – und die Bereitschaft, auch deutlich tiefere Kurse nicht auszuschließen.

Das Wichtigste im Überblick

  • DOGE unter Druck: Die Chartstruktur ist klar angeschlagen, ein Test der 0,10-US-Dollar-Zone ist realistisch.
  • Schwaches Momentum: RSI und Volumen deuten auf mangelnde Kaufbereitschaft hin (Grundlagen zu SMA und RSI).
  • Strukturelle Schwäche: Inflationäres Modell und fehlende Zusatzfunktionalität belasten das Profil (siehe SEC-Dokument).
  • Sentiment-Risiko: Meme-Coins leiden in vorsichtigen Marktphasen überdurchschnittlich stark – besonders im Vergleich zu strukturell stärkeren Marktsegmenten wie zuletzt bei einigen Solana Meme Coins zu beobachten war.
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