Die Stimmung unter Kryptowährungsinvestoren hat sich zum ersten Mal seit Oktober wieder auf „Gier“ gedreht, was eine deutliche Trendwende nach einem Liquidationsereignis markiert, das Händler dazu veranlasste, sich von Risiken zurückzuziehen.
Der Crypto Fear & Greed Index, ein vielbeachteter Indikator für die Markstimmung, stieg am Donnerstag auf 61, wie Daten von Alternative.me zeigen. Der Wert folgt auf Wochen des „Furcht“ und „extremer Furcht“ und kommt nur einen Tag nachdem der Index bei 48, einem neutralen Niveau, lag.

Das Sentiment brach am 11. Oktober ein, als innerhalb eines einzigen Tages etwa 19 Milliarden US-Dollar aus den Kryptomärkten liquidiert wurden, was Altcoins stark belastete und eine anhaltende Risikoaversion auslöste.
In den Wochen danach fiel der Index im November und Dezember mehrfach in den niedrigen zweistelligen Bereich, was eine ausgeprägte Vorsicht unter den Händlern widerspiegelt.
Die jüngste Aufwärtsbewegung erfolgte im Einklang mit einer Kursrallye bei Bitcoin. In den vergangenen sieben Tagen ist Bitcoin von etwa 89.800 US-Dollar auf ein Zweimonatshoch von 97.704 US-Dollar am Mittwoch gestiegen, basierend auf Daten von CoinGecko, was zur Stabilisierung des breiteren Marktvertrauens beitrug.
Solche Stimmungsindikatoren werden oft als Kontext und nicht als Signale verwendet. Extreme Angst ist historisch gesehen mit Markttiefs verbunden, während anhaltend hohe Gier tendenziell näher an Marktspitzen auftritt. Bei einem Wert von 61 weist der Index auf eine verbesserte Risikobereitschaft hin, jedoch nicht auf die Art von Überschwang, die typischerweise in der Nähe großer Hochs zu beobachten ist.
Vorläufig unterstreicht diese Entwicklung, wie schnell sich die Stimmung gewandelt hat, da Bitcoin Niveaus zurückerobert, die zuletzt vor dem Ausverkauf im Oktober erreicht wurden, während Händler zugleich beobachten, ob die Preise nach dem jüngsten Anstieg gehalten werden können.