Monero erreicht ein neues Allzeithoch. Im Wochentrend steigt der Privacy Coin um bis zu 38 Prozent auf 596 US-Dollar. Augenscheinlich profitiert die Kryptowährung von einem internen Streit des direkten Konkurrenten Zcash. Trader Peter Brandt erwartet weitere Kursgewinne und zieht dafür einen direkten Vergleich zum Silber.
Monero erreicht neues Allzeithoch: Darum steigt XMR um 38 Prozent
Monero, der grösste Privacy Coin, befindet sich plötzlich im Aufwind. Im Verlauf des Tages erreichte die Kryptowährung bei einem Preis von 596 US-Dollar ein neues Allzeithoch. Der bisherige Rekordwert stammte aus dem Mai 2021 und lag bei 517 US-Dollar.
Zeitweise steigen Moneros Kursgewinne im Wochentrend damit auf 38 Prozent. Noch vor sieben Tagen notierte die Kryptowährung bei 431 US-Dollar. Im Tagestrend stieg XMR um bis zu 26 Prozent.
Hinter der plötzlichen Kursexplosion scheint sich ein breiterer Trend zugunsten vertraulicher Kryptowährungen zu verstecken. Seit 2025 ist die Verschlüsselung von Blockchains zunehmend Gesprächsthema in der Krypto-Szene.
Zuvor hatten Privacy Coins wie Monero oder Zcash zwar schon jahrelang Positionen unter den 100 grössten Kryptowährungen eingenommen, dennoch gehörten sie zu einem Nischenthema. Das scheint sich inzwischen zu ändern.
So arbeitet mit Ethereum etwa die zweitgrösste Kryptowährung auf eine native Verschlüsselung hin und gründete dafür eigens im September 2025 eine neue Arbeitsgruppe.
Konflikt innerhalb Zcash könnte Monero stärken
Moneros jüngste Kursgewinne erfolgen in auffälliger zeitlicher Nähe zu internen Konflikten beim direkten Konkurrenten Zcash. Zcashs bessere Anbindung an Risikoinvestoren und möglicherweise auch seine optionale Transparenz sorgten über die vergangenen Monate für beständige Kursgewinne und die Gründung der ersten DAT.
Vorige Woche hatte Zcash drastische Verluste einstecken müssen, nachdem dessen Entwicklerteam von der ECC das Unternehmen geschlossen verliess. Josh Swihart, der bis dahin als Geschäftsführer des Unternehmens agierte, erklärte, es gebe schwerwiegende Konflikte mit der verwaltenden Organisation Bootstrap.
In puncto Marktkapitalisierung hatten sich Monero und Zcash in den vergangenen Monaten mehrfach überholt. Vor Zcashs starkem Wachstum galt Monero als Platzhirsch und als Goldstandard vertraulicher Technologie auf der Blockchain.
Die Auseinandersetzungen innerhalb Zcashs könnten einen Umschwung der Investoren zu Monero verursacht haben. Generell lässt sich immer wieder Kritik an den Strukturen Zcashs feststellen. Eine Steuer, die Nutzer an Entwickler zahlen, sorgt seit Jahren für Verwunderung.
Privacy Coins – allen voran Monero – sehen sich seit wenigen Jahren harter Kritik ausgesetzt. Behörden und Krypto-Börsen sehen in der Verschlüsselung eine Bedrohung. Der Preisentwicklung der Privacy Coins konnte dies nichts anhaben.
Im Februar 2024 verbannte mit Binance etwa die grösste Krypto-Börse der Erde Monero. Laut eigenen Angaben kam man damit behördlichen Forderungen nach. Ab dem 1. Juli 2027 werden Privacy Coins vom Trading innerhalb der Europäischen Union offiziell ausgeschlossen.
Trader Peter Brandt erwartet eine Fortsetzung des Trends und veröffentlichte ein Bild auf X, in dem er Moneros Kursbewegung mit der des Edelmetalls Silber vergleicht. Demnach dürften sich Moneros Kursgewinne weiter fortsetzen.
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