Der Privacy-Coin Monero (XMR) hat in dieser Woche einen neuen Kursrekord erreicht. Der Preis stieg auf fast 600 Dollar, womit die gesamte Marktwert zum ersten Mal über 10 Milliarden Dollar lag. Analysten sehen in dieser Kursbewegung möglicherweise den Beginn einer neuen Phase für den Privacy-orientierten Coin.
Vergleich mit Silber
Laut Marktbeobachtern hebt sich Monero derzeit durch eine Kombination aus starker Nachfrage, steigendem Handelsvolumen und einem relativ kleinen Markt ab, wodurch sich Preisbewegungen rascher beschleunigen können.
Interessant ist die Analyse des erfahrenen Traders Peter Brandt, der die jüngste Kursentwicklung von Monero mit der von Silber in vorherigen Marktzyklen vergleicht. Brandt betont, dass sowohl Silber als auch Monero lange von hartnäckigen Widerstandsniveaus gebremst wurden, bevor ein plötzlicher Ausbruch folgte.
Bei Silber führte ein solcher Ausbruch zu einem außergewöhnlich starken monatlichen Anstieg, in der Fachsprache oft als „god candle“ bezeichnet: eine große, kraftvolle Kursbewegung innerhalb einer Periode.
Laut Brandt könnte sich ein ähnliches Muster auch bei Monero abzeichnen, da frühere Widerstandsniveaus überzeugend durchbrochen wurden.
Er nennt dabei kein konkretes Kursziel, stellt jedoch fest, dass die Chartstruktur auf anhaltende Stärke hinweist, solange keine deutlichen Anzeichen von Gewinnmitnahmen zu erkennen sind.
Steigendes Handelsvolumen und Marktanteil
Der jüngste Kursanstieg ging mit einem deutlichen Anstieg des Handelsvolumens einher. Dieses lag in den letzten Tagen auf dem höchsten Niveau seit Wochen, was gemeinhin als Bestätigung dafür gilt, dass eine Kursbewegung breit getragen wird.
Auch der Marktanteil von Monero innerhalb des gesamten Kryptomarktes nimmt zu. Trotz des neuen Kursrekords bleibt diese Dominanz historisch gesehen relativ gering. Laut Analysten bedeutet dies, dass Raum für weiteren Kapitalzufluss besteht, etwa aus anderen Altcoins.
Rolle von Privatsphäre und Geopolitik
Das erneute Interesse an Monero fällt mit einer breiteren Diskussion über finanzielle Privatsphäre zusammen. Regierungen und Aufsichtsbehörden verschärfen weltweit ihre Kontrolle über digitale Geldströme. Gleichzeitig nehmen Maßnahmen zu, bei denen Vermögenswerte eingefroren oder Transaktionen verfolgt werden können.
Monero zeichnet sich dadurch aus, dass Transaktionen standardmäßig verschleiert und nicht öffentlich auf der Blockchain nachvollziehbar sind. In einem Umfeld, in dem immer häufiger Transparenz erzwungen wird, sehen einige Investoren dies als attraktive Eigenschaft.
Zudem spielen geopolitische Spannungen eine Rolle. In jüngster Zeit wurden Vermögenswerte in Stablecoins aufgrund von Sanktionen oder Verdachtsfällen illegaler Finanzierung eingefroren. Solche Ereignisse erhöhen laut Analysten die Nachfrage nach Alternativen, die weniger leicht zu kontrollieren oder zu blockieren sind.