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Krypto-News der Woche 9. Januar 2026

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Spekulanten verdienen Vermögen durch Krypto-Wette auf Maduro

Die Verhaftung und Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch Streitkräfte der USA am 3. Januar sorgte für internationale Schlagzeilen. Auch die Krypto-Szene beäugte den Vorfall und stellte dabei auffällige Transaktionen auf der Wettplattform Polymarket fest. Zwei Spekulanten war es dort gelungen, ein Vermögen zu verdienen.

Polymarket ist ein sogenannter Prediction Market (deutsch: Prognosemarkt). Dort können Spekulanten auf alle möglichen Ereignisse spekulieren. Ein auffälliger Spekulant investierte nur wenige Stunden vor Maduors Verhaftung rund 32.000 US-Dollar auf vier verschiedene Wetten.

Polymarket zahlte ihm dafür Gewinne in Höhe von mehr als 440.000 US-Dollar aus. Wegen der Höhe der Investitionen und der zeitlichen Nähe zu den tatsächlich erfolgten Ereignissen, lag rasch auf der Hand, dass es sich bei dem Spekulanten um einen Insider handeln musste, der über Kontakte zur US-Regierung verfügt.

Laut Recherchen des Blockchain-Analysten Andrew 10 GWEI soll es sich dabei um ein Mitglied der Witkoff-Familie handeln, die tatsächlich einen engen Kontakt zur Trump-Familie unterhält.

Insider who made $400,000 on Maduro's capture at Polymarket – could turn out to be someone connected to Steven Charles Witkoff (WLFI Co-Founder)

The entire CT was talking yesterday about an insider who placed around $32k just a few hours before the well–known events in… pic.twitter.com/IXfTYOTMZs

— Andrew 10 GWEI (@Andrey_10gwei) January 4, 2026

Es ist nicht der erste augenscheinlich Insiderhandel, für den Analysten die Witkoff-Familie verantwortlich machen. Steve Witkoff ist ein US-Sonderbeauftragter. Sein Sohn Zach Witkoff betreibt zusammen mit der Trump-Familie und weiteren Geschäftspartnern die Krypto-Plattform World Liberty Financial.

Zwei Unbeteiligten sei es gelungen, den Insiderhandel mit einem durch Vibecoding erstellten Werkzeug früh zu identifizieren. Durch Copytrading habe man dann 75.000 US-Dollar eingenommen.

Zcash-Kurs stürzt kurzzeitig nach Rücktritt der Entwickler

Der Zcash-Kurs stürzte am Mittwoch und Donnerstag ab. Zeitweilig schrieb die Kryptowährung Verluste von bis zu 20 Prozent im Tagestrend. Hintergrund der Kursverluste war der Rücktritt der Entwickler.

Josh Swihart, Geschäftsführer der Electric Coin Company (kurz ECC) hatte den geschlossenen Rücktritt des Entwicklerteams von der ECC über X verkündet. Als Grund für diese Entscheidung nannte er einen Konflikt mit dem Bootstrap Project – einer gemeinnützigen Organisation, die für die Verwaltung der ECC verantwortlich ist.

Laut Swihart habe sich Bootstrap zu weit von den Idealen Zcashs entfernt und der ECC Arbeitsbedingungen auferlegt, die unhaltbar gewesen seien. Details dazu sind bislang nicht an die Öffentlichkeit gedrungen.

Obwohl Swihart von Beginn an betonte, dass die Entwickler ihre Arbeit unter neuem Namen fortsetzen würden, konnte er die Furcht der Anleger nicht verhindern. Der Kurscrash war unausweichlich.

Donnerstagabend gab Swihart dann die Schaffung eines neuen Unternehmens bekannt. Unter dem Namen CashZ wolle die ehemalige ECC unter identischer Besetzung die Arbeit für Zcash fortsetzen.

Auch die von der ECC entwickelte Wallet Zashi wird zugunsten der neuen CashZ-Wallet aufgegeben. Die Veränderungen sind jedoch eher struktureller als inhaltlicher Form. So werde CashZ auf dem Programmcode basieren, den die ECC bereits für Zashi geschrieben hat, erklärte Swihart.

Die neu gewonnene Unabhängigkeit soll den Entwicklern dabei helfen, Zcash seinen grundlegenden Prinzipien – nämlich denen der Cypherpunks – näher zu bringen. Die Skalierbarkeit richte man so aus, dass Milliarden von Menschen Zcash nutzen könnten.

“Wir setzen alles auf Zcash. Wir müssen Zcash für Milliarden von Nutzern skalieren. Startups können skalieren, gemeinnützige Organisationen jedoch nicht. Deshalb haben wir ein neues Zcash-Startup gegründet”, kommentierte er die Gründung von CashZ.

We are all in on Zcash.
We need to scale Zcash to billions of users.
Startups can scale, but nonprofits can’t.
That’s why we created a new Zcash startup.https://t.co/ZurjfTxnPi pic.twitter.com/ksnwLewpPp

— Josh Swihart 🛡 (@jswihart) January 8, 2026

Nach dieser Ankündigung begann Zcash mit einer Erholung und stieg von einem regionalen Tief bei 373 US-Dollar bis zum Redaktionsschluss wieder auf 424 US-Dollar.

Vitalik Buterin erwartet drastische Verbesserungen Ethereums durch ZKEVMs

Ethereum-Erfinder Vitalik Buterin zelebrierte wichtige Meilensteine in der Entwicklung von ZKEVMs und PeerDAS. ZKEVMs sind jüngst in ihre Alphaphase gestartet, während PeerDAS seine offizielle Vollversion veröffentlichte.

Die beiden Technologien sind für die Skalierbarkeit von Ethereum von zentraler Bedeutung. Mit einem Durchsatz von rund 15 Transaktionen pro Sekunde ist Ethereums Skalierbarkeit stark eingeschränkt. Durch ZKEVMs und PeerDAS kann diese stark verbessert werden.

“Dies sind keine geringfügigen Verbesserungen, sondern sie verwandeln Ethereum in eine grundlegend neue und leistungsfähigere Art von dezentralem Netzwerk”, erklärte Buterin. “Dadurch erhalten wir gleichzeitig Dezentralisierung, einen Konsens sowie eine hohe Bandbreite.”

Now that ZKEVMs are at alpha stage (production-quality performance, remaining work is safety) and PeerDAS is live on mainnet, it's time to talk more about what this combination means for Ethereum.

These are not minor improvements; they are shifting Ethereum into being a…

— vitalik.eth (@VitalikButerin) January 3, 2026

Ethereum löse durch die neuesten Entwicklungen also das Blockchain-Trilemma. Die fortschrittlichen Technologien würden das Netzwerk bis 2030 dominieren, prognostiziert Buterin.

Ethereum sei also drauf und dran, einen seiner schwerwiegendsten Kritikpunkte – nämlich den der geringen Skalierbarkeit – zu lösen.

Kryptomarkt schreibt geringe Gewinne

Der Kryptomarkt schreibt über die letzten Tage geringe Gewinne. Sowohl im Tages- als auch im Wochentrend dominieren grüne Zahlen die 100 größten Kryptowährungen. Bislang ist es dem Markt allerdings nicht gelungen, erhebliche Gewinne zu realisieren.

Der Bitcoin-Kurs konnte im Wochentrend immerhin um 1,44 Prozent steigen und notiert zum Redaktionsschluss bei 91.500 US-Dollar. BTC liegt damit immer noch 27 Prozent unter seinem im Oktober aufgestellten Allzeithoch bei 126.000 US-Dollar.

Der Ethereum-Kurs veränderte sich mit einem Wertzuwachs in Höhe von 0,18 Prozent sogar noch geringer als der Bitcoin. Zum Redaktionsschluss notiert ETH bei 3.129 US-Dollar.

Unter den Top-100 gelangen einigen Coins über die letzten sieben Tage bereits erhebliche Gewinne. Render (RENDER) setzt sich mit 52 Prozent Kursgewinn an erste Stelle – dicht gefolgt von JasmyCoin (JASMY). Auf dem dritten Platz findet sich Virtuals Protocol (VIRTUAL) mit +45 Prozent ein.

Render ist ein dezentrales GPU-Netzwerk, das der Bereitstellung von Rechenleistung dient. JasmyCoin ist ein IoT-Netzwerk und Virtuals Protocol erlaubt den dezentralen Vertrieb von künstlicher Intelligenz.

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