Die Spitze von BlackRock, dem weltweit größten Vermögensverwalter, sieht in der Tokenisierung einen technologischen Umbruch, der die Finanzwelt in einem Ausmaß verändern könnte wie einst die frühe Internetrevolution. Nach Einschätzung von CEO Larry Fink und COO Rob Goldstein steht der Markt am Beginn einer Phase, die „schneller verlaufen kann, als die meisten erwarten“.
Von Papierurkunden zu digitalen Registern
In einem Beitrag im Economist beschreiben Fink und Goldstein, wie sich der Finanzsektor innerhalb weniger Jahrzehnte von Telefonanrufen und Papierurkunden hin zu nahezu sofortigen digitalen Transaktionen entwickelt hat. Die Einführung von SWIFT im Jahr 1977 verkürzte die Abwicklung von Tagen auf Minuten; die mit Bitcoin 2009 eingeführte Blockchain-Technologie schuf die Grundlage für ein gemeinsames digitales Hauptbuch ohne Zwischenhändler.
Die Tokenisierung knüpft daran an. Nach Einschätzung von BlackRock ermöglicht sie es, nahezu jedes Vermögensgut – von Immobilien bis zu Unternehmenskrediten – digital auf einem gemeinsamen Ledger abzubilden. Das soll die Effizienz steigern, die Transparenz erhöhen und den Zugang zu Märkten verbreitern.
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