de
Zurück zur Liste

Ethereum und Solana: Rekord beim Staking, sinkende Renditen

source-logo  newsbit.de 22 Oktober 2026 05:14, UTC
image

Immer mehr Anleger hinterlegen ihre Ethereum ($ETH) und Solana ($SOL) im Staking, um zusätzliche Renditen zu erzielen. Im dritten Quartal erreichte das Staking-Volumen laut einem Bericht von Bitwise in beiden Netzwerken neue Rekordwerte. Gleichzeitig gingen die Renditen für die Teilnehmer weiter zurück. Dabei treten die Unterschiede zwischen Ethereum und Solana zunehmend hervor.

Staking-Volumen bei $ETH und $SOL auf Rekordhoch

Ende September waren 43,8 Millionen $ETH im Staking gebunden. Das entspricht knapp 36 Prozent des gesamten $ETH-Bestands. Im dritten Quartal kamen netto fast 2 Millionen $ETH hinzu. Damit verzeichnete Ethereum das sechste Quartal in Folge Nettozuflüsse ins Staking.

Auch große Marktteilnehmer spielen dabei eine immer wichtigere Rolle. Bitmine, ein bekanntes Unternehmen mit Ethereum als Reserveanlage, erhöhte seinen Staking-Bestand von 410.000 $ETH im Dezember auf mehr als 5 Millionen $ETH Ende September.

Bleibe über deine Coins
immer im Bild

Alerts, Live-Kurse und Marktnachrichten – alles in einer App
qr-code Richten Sie Ihre Telefonkamera паh, um zu installieren
4,8 aus 40K Bewertungen im App Store und bei Google Play

Die Kehrseite sind sinkende Renditen. Die durchschnittliche jährliche Staking-Rendite bei Ethereum fiel von 2,81 auf 2,63 Prozent. Je mehr $ETH im Staking hinterlegt werden, desto größer ist der Kreis der Teilnehmer, auf den sich die Vergütungen verteilen.

Bei Solana ist Staking noch verbreiteter. Dort waren Ende September 440,5 Millionen $SOL gebunden, rund 69 Prozent des Gesamtbestands. Auch hier ging die Rendite zurück.

Je nach Validator und Gebühren liegt die jährliche Bruttorendite meist bei etwa 6 bis 8 Prozent. In der Praxis kann sie durch Validator-Provisionen und Änderungen bei der Ausgabe neuer $SOL etwas niedriger ausfallen.

Solanas Netzwerknutzung wächst deutlich stärker

Bei der tatsächlichen Netzwerknutzung verzeichnete Solana unterdessen ein deutlich stärkeres Wachstum. Das Netzwerk verarbeitete im dritten Quartal 14,2 Milliarden Transaktionen, 45 Prozent mehr als im Vorquartal.

Die Einnahmen aus Transaktionsgebühren stiegen um 49 Prozent auf 76 Millionen Dollar, vor allem dank des Handels mit Memecoins. Bei Ethereum sanken die Netzwerkeinnahmen dagegen von 63 Millionen auf rund 40,6 Millionen Dollar.

Auch tokenisierte Aktien gewannen auf Solana an Bedeutung. Ihr Handelsvolumen stieg um 45 Prozent auf mehr als 6,9 Milliarden Dollar.

Die Zahlen zeigen zwei parallele Entwicklungen: Sowohl bei Ethereum als auch bei Solana gewinnt Staking an Bedeutung, während die Vergütungen sinken. Solana profitiert derzeit allerdings stärker von der wachsenden Aktivität im eigenen Netzwerk.

Wie funktioniert Staking?

Beim Staking setzen Nutzer ihre Coins ein, um ein Proof-of-Stake-Netzwerk abzusichern, und erhalten dafür eine Vergütung. Die genauen Regeln unterscheiden sich je nach Coin.

Ethereum stellt vergleichsweise hohe Anforderungen an Nutzer, die selbst als Validator tätig werden wollen. Dafür sind 32 $ETH erforderlich. Zudem muss ein Validator ständig online sein, um Transaktionen zu prüfen. Wer diese Aufgabe nicht selbst übernehmen möchte, kann über Staking-Dienste oder Pools mit einem kleineren Betrag teilnehmen, gibt dabei aber häufig einen Teil der Kontrolle ab.

Bei Solana steht die Delegation an bestehende Validatoren stärker im Vordergrund. Nutzer können ihre $SOL einem Validator zuweisen, ohne selbst die technische Infrastruktur betreiben zu müssen.

Cardano ($ADA) verfolgt einen etwas anderen Ansatz: $ADA-Inhaber können ihre Coins an Staking-Pools delegieren. Die Token bleiben dabei in der eigenen Wallet und sind in der Regel nicht für längere Zeit gebunden.

Staking unterscheidet sich auch von anderen Möglichkeiten, mit Kryptowährungen Erträge zu erzielen. Beim Lending werden Kryptowährungen gegen Zinsen verliehen. Liquiditätsanbieter verdienen dagegen an Handelsgebühren im DeFi-Bereich. Die Renditen können höher ausfallen, sind aber mit anderen Risiken verbunden.

newsbit.de