IOTA im Welthandel: Ericsson, Scania, H&M und weitere Giganten an Bord
kryptorevolution.de
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Nachdem der Virtual Watch Tower (VWT) vor wenigen Tagen seinen Übergang in den operativen Einsatz bekannt gegeben hat, erreichten uns aus der $IOTA-Community Fragen dazu, welche Unternehmen an dem Logistiknetzwerk beteiligt sind.
Der nachfolgende Deep Dive geht diesen Fragen auf den Grund: Welche Konzerne wirken mit, wer führt die Initiative und welche Kooperationen und Piloten gibt es neben H&M?
Bereits im Juni 2026 beschrieb der Hafen Helsingborg ein Netzwerk mit mehr als 70 Beteiligten. Die frühere Forschungsphase umfasste laut Projektbilanz Tests mit mehr als 500 Sendungen.
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Diese Unternehmen nehmen am VWT teil
Der VWT entstand aus einer 2022 vereinbarten Kooperation zwischen dem schwedischen Forschungsinstitut RISE und dem Singapore Maritime Institute. RISE und A*STARs Institute of High Performance Computing trieben das 2023 vorgestellte Projekt voran. Später kamen Finnlands Forschungszentrum VTT und die Technische Universität Tallinn hinzu.
Die ursprüngliche Förderung durch Vinnova und das Singapore Maritime Institute betrug insgesamt zwölf Millionen schwedische Kronen (rund eine Million Euro) und ist bereits Mitte letzten Jahres ausgelaufen.
Die ursprüngliche Teilnehmerliste enthält zahlreiche große Industriekonzerne. Ericsson ist einer der weltweit führenden Ausrüster für Mobilfunknetze. Scania produziert schwere Lkw und Busse und beschäftigt mehr als 50.000 Menschen in über 100 Ländern.
Stora Enso ist ein internationaler Hersteller von Verpackungen, Holzprodukten und Biomaterialien mit rund 19.000 Beschäftigten. Alleima produziert Spezialstähle, Legierungen und industrielle Heiztechnik und meldete für 2025 eine Belegschaft von rund 6.800 Beschäftigten einschließlich externer Kräfte.
Auf der Logistikseite gehört PSA International zu den Schwergewichten. Der Hafen- und Terminalbetreiber aus Singapur ist in 45 Ländern tätig und schlug 2025 mehr als 105 Millionen Standardcontainereinheiten um. BridgeNet Solutions koordiniert als internationaler Logistik- und Technologieanbieter die Lieferketten anderer Unternehmen.
Green Cargo ist ein schwedischer Schienengüterverkehrsanbieter mit Verbindungen zu rund 200 Orten in Skandinavien. Wallenius SOL betreibt Frachtschifflinien zwischen Nordeuropa, Kontinentaleuropa und Großbritannien. Yilport Nordic gehört zu einer internationalen Terminalgruppe und betreibt Standorte in Schweden und Norwegen.
Auch Ausrüster und Datenanbieter sind vertreten. Kalmar baut Umschlaggeräte für Häfen und Logistikzentren und ist in über 120 Ländern tätig. Die Kalmar-Marke Bromma gehört zu den führenden Herstellern von Container-Greifrahmen für Kräne. Ihre Technik ist demnach in 99 der 100 größten Häfen weltweit im Einsatz. HERE Technologies liefert weltweit digitale Karten und gehört ebenfalls zu den Branchenführern.
Einride entwickelt elektrische und autonome Gütertransporte und war nach eigenen Angaben bereits 2025 in sieben Ländern kommerziell aktiv. Marine Benchmark ist ein Spezialanbieter für weltweite Schifffahrtsdaten und maritime Analysen. Alle genannten Unternehmen wurden bereits 2023 als Projektbeteiligte aufgeführt.
Transporeon, eine Tochter des US-Technologiekonzerns Trimble, betreibt eine Transportmanagementplattform mit nach eigenen Angaben über 1.500 Verladern und Händlern sowie mehr als 210.000 Frachtführern. Seit 2024 unterstützt das Unternehmen den VWT beim Tracking und Datenaustausch.
Weitere Unterstützer sind Fujitsu, ein japanischer IT-Konzern mit rund 99.000 Beschäftigten (Stand: März 2026), und YLOAD, eine Logistiksoftwareplattform für mittelständische Speditionen mit Schwerpunkt auf der EU und Mittelosteuropa.
Beim H&M-Piloten liefert Adnavem, ein schwedischer Logistiktechnologieanbieter mit Aktivitäten in Europa und Asien, die Benutzeroberfläche. Dania Connect, eine skandinavische Containertransportgruppe, steuert Betriebsinformationen bei. STREVIO, ein Spezialanbieter für KI und die Vernetzung betrieblicher Informationen, ergänzt die Analysen.
Die nachfolgende Grafik zeigt einen ausgewählten Überblick über die Unternehmen, die am VWT mitwirken.
Welche Piloten neben H&M dokumentiert sind
Der 15-köpfige Lenkungsausschuss wird von Cord Henning Schleyerbach geführt, dem früheren COO und CIO des Branchenverbands Digital Container Shipping Association. Generalsekretär ist Mikael Lind.
Im Gremium sitzen unter anderem Jens Munch Lund-Nielsen für $IOTA und TWIN, Mårten Sondell für H&M sowie Adnavem-Vertreter Andreas Wramsmyr. Hinzu kommen Vertreter aus Forschung, Behörden und Handelsförderung.
Die 15 Mitglieder des VWT-Lenkungsausschusses und ihre von Mikael Lind veröffentlichten Zugehörigkeiten beziehungsweise Funktionen. Grafik: Kryptorevolution.
Der Modekonzern H&M Group testet den VWT mit Lieferungen aus Bangladesch an schwedische Distributionszentren, wie wir berichteten. Die Lösung läuft parallel zu den bisherigen Abläufen.
Auch der Spezialstahlhersteller Alleima erprobt VWTnet im praktischen Einsatz. Dabei geht es, wie Mikael Lind im Juli dieses Jahres verriet, um die Erfassung von Transportereignissen auf der ersten und letzten Etappe, also vor und nach dem Haupttransport. Wolfgang Lehmacher zufolge nutzt Alleima das Datennetz bereits, um zusätzliche Einblicke in seine Lieferketten zu gewinnen.
Bereits 2025 überwachte ein VWT-Prototyp Testsendungen aus Schweden zu internationalen Zielen. Die Projektbilanz nennt insgesamt mehr als 500 Sendungen, schlüsselt sie aber nicht vollständig nach Unternehmen und Routen auf.
Daneben beschrieb Trafikverket-Vertreter Jan Bergstrand im August 2025 einen geplanten eFTI-Piloten über fünf Transportketten. Ein TWIN-Knoten sollte Unternehmensdaten mit behördlichen Zugangssystemen verbinden. Der aktuelle Stand ist nicht öffentlich bekannt.
Beim Cybersicherheitsprojekt CYSOS arbeitet der Hafen Helsingborg mit RISE, AFRY, Marine Benchmark, TalTech, der Universität Göteborg und System Verification zusammen. Der VWT dient dabei der sicheren Informationsweitergabe zwischen Organisationen.
Lind und Lehmacher beschrieben im August letzten Jahres außerdem Gespräche mit der Digital Container Shipping Association über Standards. Geplant waren auch ein Marktplatz und „MicroShare“, eine von Roambee angedachte Lösung zur Datenteilung für kleinere Straßenfrachtunternehmen. Aktuelle Informationen dazu liegen nicht vor.
Unser Deep Dive verdeutlicht letztlich das erhebliche Potenzial des VWT-Netzwerks, dessen wachsende Nutzung über TWIN auch den Einsatz der $IOTA-Blockchain im internationalen Handel ausweiten könnte.
Im neuesten Videoupdate erklärt Marcel, welche konkreten Konsequenzen ein Ausschluss von Strategy aus dem MSCI-Index für den Bitcoin-Kurs, aber auch für Altcoins wie $IOTA haben könnte.