$RLUSD Custody: Nächste Phase der Partnerschaft mit Ripple
Laut der Ankündigung von Standard Chartered am Montag markiert der Meilenstein den Beginn der nächsten Phase der Zusammenarbeit mit Ripple, einem führenden Anbieter eines institutionellen, Blockchain-basierten Zahlungsnetzwerks. Die beiden arbeiten seit Dezember 2015 zusammen, damals mit einem Proof of Concept (PoC), der zeigen sollte, welchen Mehrwert die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) für das Bankwesen und seine Kunden bieten kann. Dazu gehörte auch eine strategische Investition von Standard Chartered in Ripple.
Die Plattform soll sich in die institutionelle Marktstruktur der LMAX Group einfügen, eines globalen Fintech-Unternehmens und Betreibers der LMAX Exchange. Kunden können $RLUSD, einen 1:1 an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin, dann unter einem Collateral-Mirroring-Modell als Sicherheit für unterstützte LMAX-Produkte nutzen. Händler können den Vermögenswert damit im Grunde für Margin und Handel einsetzen, ohne die Token tatsächlich in die Bücher einer Börse zu verschieben.
Insgesamt erlaubt dieser Mechanismus Händlern, ihre Kapitaleffizienz zu maximieren, das Kontrahentenrisiko zu senken, den Zugang zu Liquidität zu verbessern und die üblichen Engpässe beim Transfer digitaler Assets zwischen Verwahrern und Handelsplätzen zu beseitigen.
Das Ziel der Partner
Jack McDonald, Senior Vice President für Stablecoins bei Ripple, betonte, man habe $RLUSD genau für diesen institutionellen Anwendungsfall entwickelt. Kunden wollten die Effizienz eines regulierten Stablecoins, ohne auf die Verwahrstandards zu verzichten, denen sie bereits vertrauen. Genau das böten Ripple, LMAX und Standard Chartered.
Waqar Chaudry, Global Head of Digital Assets, Securities Services und Transaction Services bei Standard Chartered, hob hervor, dass das Collateral-Mirroring-Modell es Kunden erleichtert, Vermögenswerte abzusichern, auf Liquidität zuzugreifen und Sicherheiten effizient in vertrauenswürdigen Rahmenwerken einzusetzen. Luke Dorney, Head of Custody of Digital Assets bei der LMAX Group, ergänzte, es gehe darum, Institutionen mehr Flexibilität zu geben, digitale Assets auf dem Cross-Asset-Marktplatz von LMAX innerhalb regulierter Strukturen zu verwalten und einzusetzen.
Standard Chartered stellte allerdings klar, dass die künftigen Funktionen des Projekts noch von der endgültigen Dokumentation, von Tests und von regulatorischen Genehmigungen abhängen. Einen Zeitplan für die vollständige Einführung bei LMAX hat die Bank bislang nicht genannt.