Das Unternehmen von Cardano-Gründer Charles Hoskinson will feststellen, welche Last Leios problemlos bewältigt, wo Engpässe entstehen und welche Anfangsparameter ausreichend Spielraum bieten.
MusashiNet startete am 23. Juni 2026. In der 41-tägigen Earth-Phase erreichte es laut dem Cardano-Entwicklungsunternehmen einen Spitzenwert von 26,8 Transaktions-Kilobyte pro Sekunde. Die heutige Praos-Konfiguration des Mainnets ermöglicht maximal 4,51. Der gemessene Testnet-Durchsatz lag damit ungefähr sechsmal höher. Die Tests verwendeten synthetisch erzeugte Last.
IO berichtete dabei auch zwei Aufspaltungen der Testnet-Blockchain und einen zeitweiligen Stillstand sämtlicher Nodes. Als Ursache gab das Unternehmen Implementierungsfehler an, die nun behoben wurden.
Was Leios auf dem Mainnet verändern soll
Leios ergänzt Cardanos bestehenden Konsensmechanismus Ouroboros Praos. Zusätzliche Endorser-Blöcke bündeln Transaktionen, die parallel validiert werden. Sobald genügend Stake dafür gestimmt hat, nimmt ein späterer Praos-Block ein kompaktes Zertifikat auf und verankert das Transaktionspaket in der Blockchain. Praos bleibt dabei die Grundlage des Sicherheitsmodells.
Die aktuelle Musashi-Roadmap nennt zunächst das Fünf- bis Zwanzigfache der bisherigen Durchsatzkapazität als Ziel. Dabei soll der Ausbau stufenweise erfolgen. Weitere Kapazität wird über Protokollparameter freigeschaltet, nachdem vorherige Stufen validiert wurden und sich das Ökosystem angepasst hat.
Das Testprogramm umfasst nach Fire noch Wind und Void. IO hatte im Juli einen Mainnet-Hard-Fork für Ende 2026 angekündigt. Die Termine sind jedoch vorläufig und hängen von Entwicklung, Tests und Governance ab.
Intersect erklärte Anfang September zwei mögliche Aktivierungszeitfenster: Mit mittlerer Planungssicherheit sei eine Aktivierung zwischen dem 5. Dezember 2026 und dem 4. Januar 2027 möglich, mit hoher Planungssicherheit zwischen dem 24. Februar und dem 26. März 2027.