Wie funktioniert FLOP?
FLOP entwickelt ein Netzwerk, in dem KI-Agenten Rechenleistung mieten können. Die Agenten bezahlen mit FLOP-Token, wenn sie beispielsweise ein KI-Modell nutzen oder Daten speichern wollen.
Die Miner im Netzwerk sind keine klassischen Kryptominer, sondern Besitzer von Grafikprozessoren (GPUs). Ihre Hardware bearbeitet konkrete KI-Aufgaben. Dafür erhalten sie eine Vergütung.
Hayes bezeichnet diesen Ansatz als Proof-of-Useful-Inference. Dahinter steht die Idee, Rechenleistung nicht für rein kryptografische Aufgaben zu verbrauchen, sondern für nützliche KI-Berechnungen einzusetzen.
Kein Vorverkauf, keine Zuteilung an Risikokapitalgeber
FLOP übernimmt mehrere Elemente von Bitcoin. Neue Blöcke sollen etwa im Sekundentakt entstehen. Miner erhalten 96 FLOP pro Block. Diese Belohnung halbiert sich alle 730 Tage.
Laut einem vorläufigen Entwurf soll die maximale Tokenmenge nach zehn Jahren bei rund 18,1 Milliarden liegen. Etwa 24,3 Prozent davon sind für den Airdrop reserviert.
Bemerkenswert ist, dass Hayes weder einen klassischen Vorverkauf noch eine umfangreiche Tokenzuteilung an Risikokapitalgeber plant. Nach eigenen Angaben finanziert er das Projekt vorerst selbst.
Größer als Bitcoin?
Hayes verbindet mit dem Projekt hohe Erwartungen. Er hält es für möglich, dass der Wert des Netzwerks eines Tages den von Bitcoin übersteigt. FLOP sei nicht nur ein Finanznetzwerk, sondern zugleich ein Marktplatz für KI-Rechenleistung.
Belastbare Belege für diese Einschätzung fehlen bislang allerdings. Das technische Konzeptpapier ist noch in Arbeit, und viele Parameter können sich ändern.
Zudem konkurriert FLOP mit bestehenden Projekten wie Render und Ocean Network. Das Testnetz wird daher zur ersten Bewährungsprobe. Wenn Miner, Validatoren und KI-Agenten das Netzwerk tatsächlich nutzen, dürfte sich zeigen, ob FLOP mehr ist als ein ambitioniertes Experiment von Arthur Hayes.