Was haben Stripe und Tempo mit $XRP zu tun?
Stripe und Tempo entwickelten gemeinsam einen neuen Standard für Internetzahlungen. Die Idee dahinter: Digitale Dienste sollen Zahlungen nicht mehr zwangsläufig über eine klassische Bezahlseite, eine Kreditkarte oder ein Abo abwickeln müssen.
Denkbar ist etwa eine Website, die einen kleinen Betrag für eine einzelne Datei, eine Suchanfrage oder einen kurzen Onlinedienst verlangt. Der neue Standard ermöglicht es, solche Zahlungen direkt und automatisch abzuwickeln.
Ripple hat $XRP und $RLUSD nun für den Einsatz in diesem System nutzbar gemacht. Damit erhält der $XRP Ledger direkten Anschluss an Zahlungstechnologie, die auch von Stripe mitentwickelt wird.
Für Ripple ist das relevant, weil Stripe im Online-Zahlungsverkehr bereits eine starke Position hat. Tempo arbeitet unterdessen an einer neuen technischen Grundlage, über die solche Zahlungen schneller und günstiger verarbeitet werden können.
$XRP und $RLUSD erhalten jeweils eigene Funktionen
In der neuen Zahlungsumgebung können $XRP und $RLUSD unterschiedliche Aufgaben übernehmen.
$RLUSD ist an den US-Dollar gekoppelt und bleibt dadurch rund einen Dollar wert. Das macht den Stablecoin für Unternehmen interessant, die planbare Beträge ohne starke Kursschwankungen empfangen wollen.
$XRP hat keinen festen Wert, lässt sich aber schnell zwischen verschiedenen Parteien transferieren. Der Coin spielt innerhalb des $XRP Ledger schon länger eine Rolle als Zahlungsmittel und Liquiditätsquelle.
Die Anbindung bedeutet nicht, dass Stripe plötzlich $XRP für sein gesamtes Zahlungsnetzwerk einsetzt. Ripple stellt vor allem sicher, dass $XRP und $RLUSD innerhalb des von Stripe und Tempo entwickelten Standards verfügbar sind.
Damit will Ripple seine Coins auch außerhalb des klassischen Kryptomarkts nutzbarer machen. Auffällig ist deshalb nicht nur, dass $XRP technisch breiter einsetzbar wird. Ripple sucht damit auch den Anschluss an Akteure, die im weltweiten Zahlungsverkehr bereits eine wichtige Rolle spielen.