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Vitalik Buterin erklärt, dass die „formale Verifikation“ durch KI die Kryptowährungen tatsächlich erheblich sicherer machen könnte

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Vitalik Buterin sagt, dass künstliche Intelligenz letztlich Kryptowährungssysteme und kritische Internetinfrastrukturen sicherer machen könnte, wenn Entwickler KI-generierten Code mit mathematisch verifiziertem Software kombinieren.

Der Ethereum-Mitbegründer argumentierte, dass die durch KI unterstützte „formale Verifikation“ zu einem der wichtigsten Werkzeuge für die Cybersicherheit werden könnte, da immer fortschrittlichere KI-Systeme die Entdeckung von Software-Schwachstellen erleichtern, in einem ausführlicher Blogbeitrag geteilt Montag.

Formale Verifikation bezieht sich auf die Verwendung maschinenlesbarer mathematischer Beweise, um zu bestätigen, dass Software genau wie beabsichtigt funktioniert. Während die Technik seit Jahrzehnten existiert, sagte Buterin, dass jüngste Fortschritte im Bereich der KI sie erheblich praktikabler machen, indem sie Entwicklern hilft, sowohl den Code als auch die erforderlichen Beweise zur Verifikation zu erstellen.

Buterin stellte die Technologie als Reaktion auf wachsende Befürchtungen dar, dass KI Verteidiger durch beschleunigte Fehlererkennung und Cyberangriffe überwältigen könnte. Exploits bei Smart Contracts bleiben ein anhaltendes Problem im gesamten Kryptobereich, wobei Angreifer häufig Millionen von Dollar aus verwundbaren dezentralen Finanzprotokollen abziehen.

Mathematisch verifizierte Software könnte dazu beitragen, diesen Trend umzukehren, insbesondere in Bereichen, in denen Sicherheitsfehler katastrophale Folgen hätten, argumentierte Buterin. Er verwies dabei speziell auf die Ethereum-Infrastruktur, Zero-Knowledge-Beweissysteme, Konsensmechanismen und Post-Quantum-Kryptografie als Technologien, die von einer formalen Verifizierung profitieren könnten.

„Fehler im Computercode sind beängstigend“, schrieb Buterin, bevor er erläuterte, wie Risiken noch schwerwiegender werden, wenn Software unveränderliche On-Chain-Assets oder fortschrittliche kryptografische Systeme steuert.

Der Beitrag widersprach auch einer wachsenden Überzeugung einiger Sicherheitsforscher, dass zunehmend komplexe, von KI erzeugte Software möglicherweise nicht vollständig vertrauenswürdig sein wird. Stattdessen erklärte Buterin, dass KI letztlich die Cybersicherheit stärken könnte, indem sie Entwicklern hilft, Schwachstellen schneller zu erkennen und zu beseitigen, als Angreifer sie ausnutzen können.

Dennoch warnte er davor, dass die formale Verifikation „kein Allheilmittel“ sei. Selbst mathematisch bewiesene Systeme können versagen, wenn Entwickler die falschen Annahmen überprüfen, Hardware-Schwachstellen übersehen oder Teile eines Systems unkontrolliert lassen.

„KI gibt Ihnen die Möglichkeit, große Mengen an Code auf Kosten der Genauigkeit zu schreiben, und formale Verifikation bringt Ihnen ... Genauigkeit zurück“, schreibt Buterin. „Standardmäßig wird KI große Mengen sehr schlampigen Codes ermöglichen … Aber es gibt eine optimistische Zukunft für die Cybersicherheit.“

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