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UBS leitet ein Konsortium aus sechs Schweizer Banken bei einem Stablecoin-Experiment

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Die UBS leitet eine Gruppe von sechs Schweizer Banken, die 2026 einen an den Schweizer Franken gebundenen Stablecoin testen wollen. Das Konsortium möchte herausfinden, wie ein digitaler Franken-Token Zahlungen und Abwicklungen innerhalb des Schweizer Bankensystems unterstützen kann.

So funktioniert die Swiss Stablecoin Sandbox

UBS arbeitet bei dem Projekt mit PostFinance, Sygnum, Raiffeisen, der Zürcher Kantonalbank (ZKB) und der Banque Cantonale Vaudoise (BCV) zusammen. Gemeinsam mit der Swiss Stablecoin AG werden sie eine „Sandbox“ starten, eine sichere digitale Live-Umgebung , die reale Bankbedingungen widerspiegelt. Der Token wird im Verhältnis 1:1 an den Schweizer Franken gekoppelt und auf einer von der Swiss Stablecoin AG betriebenen Blockchain-Infrastruktur ausgegeben.

📢 @UBS, @PostFinance, @sygnumofficial, @Raiffeisen_CH, @zkb_ch, @BCV – Die Banque Cantonale Vaudoise und Swiss Stablecoin starten gemeinsam eine CHF-Stablecoin-Sandbox

Stablecoins spielen eine immer wichtigere Rolle bei der globalen Transformation des Finanzsystems. In diesem… pic.twitter.com/UBJw2SGDT5

— Sygnum Bank (@sygnumofficial) 8. April 2026

Im Laufe des Jahres 2026 wird die Sandbox spezifische Anwendungsfälle testen und dabei strenge Sicherheitsmaßnahmen wie Transaktionsbeschränkungen und Teilnehmerdefinitionen einhalten. Andere Banken, Unternehmen und Organisationen sind herzlich eingeladen, den Stablecoin zu testen und zu seiner Gestaltung beizutragen. Die Umgebung soll so produktionsnah wie möglich sein und gleichzeitig direkte Beobachtung und Risikomanagement ermöglichen.

Die sechs Banken wollen untersuchen, wie ein CHF-Stablecoin Zahlungen, Interbanküberweisungen und die Abwicklung tokenisierter Vermögenswerte bewältigen kann. Sie werden realitätsnahe Arbeitsabläufe durchführen, wie zum Beispiel den Transfer von Geldern zwischen Institutionen und die Abwicklung von Handelsgeschäften, wobei sie den digitalen Token anstelle traditioneller Zahlungswege nutzen. Das Ziel ist es, herauszufinden, ob Blockchain-basierte Schweizer Franken Reibungsverluste reduzieren und die Abwicklung beschleunigen können.

Das Konsortium will zudem die operativen Vorteile für Banken und Kunden messen. Es wird untersuchen, wie der Token mit bestehenden Systemen interagiert, darunter die Kernbankinfrastruktur und Plattformen für digitale Vermögenswerte. Die Ergebnisse aus der Sandbox könnten in zukünftige Produkte oder Dienstleistungen einfließen, doch die Gruppe betont, dass es sich bei der Sandbox um eine Testumgebung handelt und nicht um eine öffentliche Markteinführung.

Warum die Schweiz auf einen CHF-Stablecoin setzt

Laut UBS gibt es derzeit keinen regulierten Stablecoin in Schweizer Franken, der in der Schweiz breite Anwendung findet. Diese Lücke fällt besonders auf, da Stablecoins, die an den US-Dollar und andere wichtige Währungen gekoppelt sind, weltweit Marktanteile gewinnen. Indem sie jetzt handeln, wollen die Schweizer Banken ihr eigenes Know-how aufbauen, anstatt sich nur auf ausländische Emittenten zu verlassen.

Zudem zielt das Projekt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Finanzplatzes zu erhalten und gleichzeitig das größere digitale Geld-Ökosystem des Landes zu stärken. Unter der Prämisse, Aufsicht und Compliance an erster Stelle zu halten, wollen die Banken praktische Erfahrungen mit programmierbarem Geld und Blockchain-Abwicklung sammeln. In einer Welt aus tokenisierten Vermögenswerten und neuen Zahlungsstrukturen präsentiert das Konsortium das Vorhaben als einen Schritt zur Zukunftssicherung des Schweizer Bankwesens.

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