- $IOTA steht in Kenia offenbar kurz vor dem Livegang im zweiten Quartal.
- Der Start wäre ein erster Schritt für IOTAs digitale Handelsstrategie in Afrika.
Kenia steht laut $IOTA Stiftung kurz davor, einen entscheidenden Schritt in Richtung vollständig digitalisierter Handelsabwicklung zu machen. Nach einem Steering-Committee-Treffen der TWIN Foundation in Nairobi erklärte Jens Munch Lund-Nielsen, Head of Global Trade & Supply Chains bei der $IOTA Foundation:
“Diese Woche trafen wir uns in Nairobi zum Lenkungsausschuss der TWIN Foundation mit unseren Partnern Dave Beer, Philippe Isler, Tim Stekkinger, Frank Matsaert MBE, Marco Forgione MCIEx, Erick Sirali, Dr. Anja Raden, Yves Jobin und Wambui Wanjiku.”
Die Teilnehmer des Treffens zeigten sich überzeugt von dem System, und erklärten das zweite Quartal als Ziel, um das Pilotprojekt live zu schalten:
“Wir hörten Beiträge der Kenya Trade Network Agency (KenTrade) (Betreiber des zentralen Handelsportals), der kenianischen Steuerbehörde (KRA), des kenianischen Pflanzenschutzdienstes Kephis und des Speditionsunternehmens AiRFLOW. Die einhellige Meinung war: Das System funktioniert, und alle freuen sich darauf, es im zweiten Quartal in Betrieb zu nehmen.”
Damit würde aus einem mehrjährigen Pilotprojekt erstmals ein operativer Rollout für $IOTA werden. Lund-Nielsen schrieb in einem LinkedIn-Post am 26. Februar, Kenia sei „auf Kurs, zur digitalsten Grenze der Welt zu werden,” und erklärte weiter:
“Nach der Einführung wird Kenia weltweit führend sein, da alle von der Regierung ausgestellten Handelsdokumente digitalisiert, verifizierbar und mit ausländischen Partnern teilbar sein werden. Mit der zunehmenden Verbreitung elektronischer Handelsdokumente (ETDs) werden kenianische Händler die ersten sein, die vollständig digitalisierte, durchgängige Lieferketten betreiben.”
$IOTA’s Weg zum erstem großen Afrika-Rollout
Das Ziel des Projektes ist die Verbindung von TLIP und TWIN. TLIP, die Trade Logistics Information Pipeline, wurde laut TradeMark Africa bereits 2016 gemeinsam mit $IOTA gegründet. Das System wurde am Blumenexport von Nairobi in die Niederlande getestet. Dort mussten bislang sechs Dokumente und Freigaben mehrerer Behörden koordiniert werden. TLIP beseitigt genau diese papierbasierten Vorgänge.
TWIN ist der nächste Schritt. TWIN ist eine offene, dezentrale Infrastruktur für verifizierbare Echtzeit-Daten in globalen Lieferketten. Während TLIP auf die Verbesserung konkreter Handelsprozesse in Ostafrika ausgerichtet ist, bildet TWIN die technologische Basisschicht.
Offiziell gestartet wurde die TWIN Foundation am 8. Mai 2025 in Lusaka. Zu den sechs Gründungsorganisationen gehören neben $IOTA auch TradeMark Africa, das World Economic Forum und das Tony Blair Institute for Global Change.
Dass Kenia nun vor dem Go-live steht, passt in eine breitere Afrika-Strategie, die sich in den vergangenen Monaten deutlich konkretisiert hat. Im Juni 2025 unterzeichneten $IOTA und das Tony Blair Institute ein Memorandum of Understanding, um vertrauenswürdige digitale öffentliche Infrastruktur rund um Handel, Identität und Datenaustausch zu entwickeln. Die Zusammenarbeit beginnt in Afrika, soll aber weltweit ausgedehnt werden.
Im November 2025 folgte mit ADAPT der bislang größte Schritt. Die vom AfCFTA-Sekretariat geführte Initiative wird von $IOTA, dem Tony Blair Institute und dem World Economic Forum getragen und soll Identität, Handelsstruktur und Finanzflüsse auf dem afrikanischen Kontinent zusammenführen. Der Rollout startete mit Pilotprojekten in Kenia und Ghana und soll bis 2035 alle 55 Länder der Freihandelszone integrieren.
crypto-news-flash.com