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Ex-Ripple CTO Schwartz dämpft XRP-Träume: Warum $100 nicht „unvermeidbar“ ist

source-logo  crypto-news-flash.com 30 Januar 2026 13:04, UTC
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  • Ex-Ripple CTO David Schwartz dämpft $50–$100-$XRP-Erwartungen in einem neuen X-Post.
  • Er stellt klar, dass seine 8-Jahre alte Aussage „$XRP kann nicht billig sein“ auf den Zahlungs- und Exchange-Kontext bezogen war.

Ein $XRP-Anhänger forderte den früheren Ripple Chief Technology Officer (CTO) David Schwartz auf X am 29. Januar 2026 öffentlich auf, die Community unmissverständlich zu warnen: Der Preis könne „nicht und wird nicht“ auf 50 bis 100 US-Dollar steigen. Auf Krypto-Twitter kursieren immer wieder wilde Theorien, warum ein $XRP-Kurs von $100 langfristig realistisch oder “unvermeidbar” sei.

Kann der $XRP Kurs realistisch $100 erreichen?

Schwartz, der Ende 2025 als Ripple-CTO zurücktrat, wollte die Forderung zwar nicht direkt bedienen – widersprach der Kernaussage aber auch nicht. Schwartz schrieb, er fühle sich nicht wohl dabei, eine solche Aussage zu kommentieren:

„Ich fühle mich nicht wohl damit, so etwas zu sagen. Auch wenn ich es nicht für wahrscheinlich halte, hielt ich es auch nicht für wahrscheinlich, dass $XRP jemals 0,25 Dollar erreicht. Ich habe angefangen, $XRP bei 0,10 Dollar zu verkaufen, weil es absurd wirkte. Ich erinnere mich daran, als Bitcoin bei 100 Dollar ein unmöglicher Traum zu sein schien.”

Der entscheidende Punkt seiner Antwort: Wenn eine relevante Zahl rationaler Investoren dreistellige $XRP-Kurse ernsthaft einpreisen würde, müsste sich das heute bereits im Marktpreis zeigen. Wer eine echte Chance auf dreistellige $XRP-Kurse sieht und dafür Kapital riskiert, müsste nach dieser Logik konsequent anders handeln, als viele es aktuell tun.

„Wenn viele rationale Menschen glauben würden, dass es innerhalb weniger Jahre eine 10%ige Chance gibt, dass $XRP 100 Dollar erreicht, würden sie heute definitiv nicht viel zu deutlich weniger als 10 Dollar verkaufen“, schrieb Schwartz, und ergänzte:

„Diejenigen mit dieser Überzeugung würden schnell den Großteil des $XRP aufkaufen, weil sie ihm einen höheren Wert beimessen als diejenigen ohne diese Überzeugung – und bald würde das Angebot an $XRP deutlich unter 10 Dollar austrocknen.“

Für Schwartz ist genau das – ein Kurs deutlich unter 10 Dollar – bereits ein Signal: Nur wenige glauben an eine „10%-Chance auf 100 Dollar“ mit genug Überzeugung, um ihr Geld entsprechend zu positionieren.

“Dass der aktuelle Handelspreis deutlich unter 10 Dollar liegt, zeigt, dass es nicht sehr viele Menschen gibt, die wirklich glauben, es gäbe eine 10%ige Chance auf 100 Dollar innerhalb weniger Jahre – und zwar mit genug Überzeugung, um ihr Geld entsprechend zu positionieren“, so Schwartz.

Wer das Gegenteil behaupte, „sage nicht die Wahrheit“. Das Gedankenspiel, so Schwartz, lasse sich mit anderen Zielpreisen, Wahrscheinlichkeiten und Zeitfenstern beliebig durchrechnen.

In einem weiteren X-Post wurde Schwartz auf einen früheren Satz von ihm angesprochen, der in $XRP-Kreisen oft zitiert wird, um zu argumentieren, dass der Kurs langfristig viel höher stehen muss. Es geht um Schwartz’ häufig zitierten Satz: „$XRP kann nicht billig sein“. Im November 2017 schrieb er via X: “Es kann nicht spottbillig sein. Das ergibt keinen Sinn […] höhere Preise machen Zahlungen günstiger.“

It *can’t* be dirt cheap. That doesn’t make any sense. If $XRP costs $1, they’d need a million $XRP which would cost $1 million. If $XRP cost a million dollars, they’d need one $XRP which would, again, cost $1 million. 1/2

— David ‚JoelKatz‘ Schwartz (@JoelKatz) November 20, 2017

Seither zieht dieser Satz jede Menge Spekulation in der $XRP-Community auf sich. Gestern ergänzte Schwartz, dass seine Erklärung nicht auf Spekulation abziele, sondern auf Nutzungskosten im Zahlungs- und Exchange-Kontext.

„Das bedeutet, dass ein niedriger Preis für $XRP die Nutzung für Zahlungen und an Börsen tatsächlich teurer macht“, antwortete er. Eine detaillierte Herleitung lieferte er in dem Post nicht.

Zum Abschluss machte Schwartz klar, dass er Krypto-Preise nicht grundsätzlich für irrational hält: Die meiste Zeit spiegelten sie eine „vernünftige Analyse“ möglicher Zukunftspreise und zugehöriger Wahrscheinlichkeiten wider. Starke Rallyes erklärte er eher mit externen, schwer modellierbaren Veränderungen – nicht mit sauber ableitbaren Kurszielen wie 100 Dollar.

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