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VeChain und Rekord bringen den EU-Produktpass in die Produktion

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  • VeChain und Rekord AG entwickeln gemeinsam mit dem AMRC (University of Sheffield) ein Produkt für den EU Digital Product Passport (DPP).
  • Technisch verifiziert VeChainThor als Layer 1 die Nachweise und Datensätze, während Rekord darüber eine „Trust Layer“ legt.

Die VeChain Stiftung und die Schweizer Rekord AG bauen ihre Partnerschaft weiter aus und wollen eine produktionsreife Infrastruktur für den Rollout des EU-Digital Product Passport (DPP) liefern.

In einem Beitrag auf X am 15. Januar schreibt die VeChain Stiftung, dass gemeinsam mit dem Advanced Manufacturing Research Centre (AMRC) der University of Sheffield ein Produkt entsteht, das Unternehmen von fragmentierten Lieferketten hin zu nachvollziehbaren, regulatorisch konformen Wertschöpfungsketten führt.

VeChain und Rekord bauen EU-DPP-Infrastruktur

VeChain verweist auf die EU-Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR) sowie weitere Vorgaben wie EUDR, CBAM und CSRD, die Lebenszyklus-Nachverfolgbarkeit zu einer faktischen Eintrittsbedingung in den EU-Markt machen wird. Der verpflichtende DPP-Rollout beginnt in der EU für große Unternehmen ab 2026. Weitere Branchen und Unternehmensgrößen sollen bis 2030 stufenweise folgen.

VeChain und Rekord sehen dies als Chance: Viele Hersteller seien zwar in Planung, aber noch nicht produktiv. Rekord formuliert es so:

“Trotz der Dringlichkeit befinden sich die meisten Hersteller noch in der Planungs- oder Pilotphase. Initiativen und Roadmaps für den Digital Product Passport übersteigen die Zahl produktionsreifer Systeme deutlich, die vor den ersten Durchsetzungsterminen live sein werden. Unsere Zusammenarbeit mit VeChain und dem AMRC zielt darauf ab, diese Bereitschaftslücke zu schließen, indem wir einen Stack in Industriegröße liefern, der heute in Fabriken ausgerollt werden kann.“

Wie CNF vergangene Woche berichtete, hat der Pilottest im ersten Monat bereits mehr als 100.000 Transaktionen verarbeitet.

AMRC ist ein industrieorientiertes Forschungs- und Entwicklungszentrum der University of Sheffield und Teil des britischen High Value Manufacturing Catapult. Es arbeitet mit Industriepartnern aus Bereichen wie Luftfahrt, Automotive, Energie und Medizintechnik zusammen.

Ein AMRC-Sprecher betont die großen Ambitionen des Projekts:

„Digitale Produktpässe bewegen sich in der Europäischen Union rasch vom Konzept zur Pflicht. In der Zusammenarbeit mit Rekord sehen wir einen der ersten Stacks, der ESPR- und DPP-Anforderungen in realistischem Industrie-Maßstab erfüllen kann – mit Echtzeitdaten statt PowerPoint-Folien.“

Technisch setzt das Produkt auf VeChainThor als Layer-1-Netzwerk, um Nachweise und Datensätze zu verifizieren; Rekord legt darüber eine „Trust Layer“, die Rohdaten in verifizierbare, datenschutzschonende Nachweise übersetzt.

Genannt werden KI-Dienste, die dynamische Eingaben wie IoT-Signale, Satellitenbilder oder ERP-Events auswerten, während VeChainThor die On-Chain-Ausführung übernimmt. Die VeChain Stiftung betont:

„Was als Nächstes kommt, ist die Tokenisierung und Digitalisierung von Produkten, die in die Europäische Union gelangen, um reale regulatorische Anforderungen zu erfüllen – eine Vision, auf der wir seit dem Start aufbauen – die wahre Verkörperung von Real-World Assets (RWAs), die echten Wert on-chain antreiben.“

Wie CNF berichtete, legte VeChain mit dem Hayabusa Upgrade die technische Grundlage für die MiCA-Compliance. Mit dem “Compliance by Design” Standard möchte das Projekt die Massenadaption in Europa schaffen.

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