Ripple darf künftig in Luxemburg als Electronic Money Institution (EMI) operieren, eine vorläufige Lizenz wurde erteilt. Das Krypto-Unternehmen will damit in Europa expandieren. XRP aber muss Kursverluste verkraften.
Ripple will sein Europageschäft ausbauen und sichert sich dafür eine sogenannte EMI-Lizenz in Luxemburg. EMI steht für Electronic Money Institution, verbunden mit der vorläufigen Zulassung sind etwa Services rund um Kryptowährungen wie XRP. Die Luxemburger Finanzaufsicht habe bereits einen Brief mit „grünem Licht“ geschickt, gibt Ripple per Pressemitteilung bekannt. Eine EMI-Lizenz in einem EU-Mitgliedstaat wird normalerweise im ganzen Bündnis anerkannt.
Mit Lizenzen in Luxemburg und Großbritannien plant Ripple Europa
Auch deshalb erinnert Ripple daran, erst vor wenigen Tagen in Großbritannien eine EMI-Lizenz erhalten zu haben. Mit den beiden Zulassungen sieht man sich gut aufgestellt, Kunden in ganz Europa zu bedienen. Ripple bietet etwa Zahlungsdienste mit seinem Altcoin XRP und dem Stablecoin RLUSD an und organisiert auch die Verwahrung von digitalem Geld. Ziel sei es, von „Blockchain Pilotprojekten zu kommerziellen Verkäufen“ überzugehen, sagt Ripple Vorstand Monica Long.
Version des Ripple Stablecoin RLUSD für den Euro lässt auf sich warten
Ripple verweist auf mehr als 75 Lizenzen und Registrierungen, die man mittlerweile weltweit innehabe. Diese werden auch für Werbung benutzt, bei der Ripple betont, dass Kunden sich darauf verlassen dürfen, Gesetzgebung beim Nutzen von Services einzuhalten. Als Pluspunkte von Blockchain-Lösungen im Finanzsektor gelten auch bei Ripple 24/7 Verfügbarkeit, hohe Geschwindigkeit und niedrige Gebühren. Der Ripple Stablecoin RLUSD, der seit gut einem Jahr live ist, bildet den US-Dollar ab. Über eine Version von RLUSD, die an den Euro gekoppelt wäre und die MiCA-Regeln der EU erfüllt, wird zwar schon seit längerem gesprochen, handfeste Ergebnisse liegen aber nicht vor.
XRP Anleger müssen den Entwicklungen bei Ripple mit einer Sorgenfalte folgen. Der Altcoin, mit dem das Krypto-Unternehmen 2013 startete, spielt in der Strategie nur noch eine Nebenrolle. In der Mitteilung zur EMI-Lizenz in Luxemburg wird XRP von Ripple nicht einmal mehr erwähnt.
Fazit: Ripple auf Europakurs – doch XRP wird für Anleger zum Sorgenkind
In einem aktuell von Zugewinnen geprägtem Krypto-Gesamtmarkt fällt XRP als einziger der zehn wichtigsten Altcoins auf, der mit Notierungen um 2,10 US-Dollar leichte Wochenverluste zu verdauen hat. Kurstechnisch verlief auch das zurückliegende Kryptojahr 2025 für XRP enttäuschend, während Ripple bei seinem Umbau zum Finanzdienstleister spürbar Fortschritte machte. Der Stablecoin RLUSD zeigt dabei steigende Marktkapitalisierung, ist aber weiterhin ein Nischenprodukt. XRP scheint in diesem Ripple Konstrukt etwas verloren und es wird Anwendungsfälle brauche, um den Altcoin aus der Lethargie zu wecken.
block-builders.de