Damit wird eine frühere Finanzierungsrunde vom März erweitert. Damals investierte Intercontinental Exchange (ICE), die Muttergesellschaft der New York Stock Exchange, rund 200 Millionen Dollar in OKX. Auch bei dieser Investition lag die Bewertung der Kryptobörse bei 25 Milliarden Dollar.
Nach Angaben von OKX soll das neue Kapital die Infrastruktur des Unternehmens langfristig stärken.
Die Finanzierungsrunde diene dem langfristigen Ausbau der Marktinfrastruktur von OKX, erklärte Haider Rafique, Global Managing Partner bei OKX.
Besonders bemerkenswert ist die Beteiligung von QRT. Der in London ansässige Hedgefonds ging 2018 aus der Credit Suisse hervor und engagiert sich zunehmend im Markt für digitale Vermögenswerte.
QRT investierte bereits in Tread.fi, einen Entwickler von Technologie für den algorithmischen Handel. Zudem verwaltet der Hedgefonds den Kryptofonds Moebius, dessen verwaltetes Vermögen 2025 bei rund einer Milliarde Dollar lag. Auf seiner Website sucht QRT außerdem neue Mitarbeiter für den Bereich digitale Vermögenswerte.
Die Investition zeige das Vertrauen von QRT in OKX sowie in das Wachstum digitaler Vermögenswerte und rund um die Uhr geöffneter Märkte, erklärte Thomas Eaton, Leiter des quantitativen Handels bei QRT.
Wall Street vertieft Verbindungen zur Kryptobranche
Die Investition ist kein Einzelfall. Große Akteure aus der traditionellen Finanzbranche arbeiten immer häufiger mit etablierten Kryptounternehmen zusammen.
Ein Beispiel dafür ist die Kooperation zwischen OKX und ICE. Seit die Muttergesellschaft der New York Stock Exchange eine Beteiligung an OKX erworben hat, entwickeln beide Unternehmen gemeinsam eine Handelsplattform für tokenisierte Aktien. Dabei werden herkömmliche Aktien digital auf einer Blockchain abgebildet.
Ihr Gemeinschaftsunternehmen OKXICE LLC strebt nun eine Genehmigung an, um in den USA tokenisierte Aktien von 63 börsennotierten Unternehmen anzubieten. Dazu zählen Nvidia, Apple und Coca-Cola.
Dafür will das Unternehmen eine auf fünf Jahre befristete Ausnahmeregelung der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) für innovative Angebote nutzen. Die im vergangenen Monat angekündigte Regelung soll den Handel mit tokenisierten Aktien in den USA ermöglichen, sofern Anleger dieselben Rechte erhalten wie bei herkömmlichen Aktien.
Eine Genehmigung für OKXICE würde zwei Entwicklungen verbinden: Große Finanzinstitute investieren mehr Kapital in die Kryptobranche, während die Blockchaintechnologie zunehmend in traditionellen Märkten wie dem Aktienhandel zum Einsatz kommt.