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USDC führt die Ausgaben mit Krypto-Karten an – Aufladungen erreichen 13,8 Milliarden US-Dollar

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Stablecoin-Karten gehen über den Handel hinaus, da die Verbraucherausgaben steigen

Stablecoins erscheinen zunehmend weniger als reines Hilfsmittel für den Kryptomarkt, sondern eher als Geld, das Verbraucher tatsächlich ausgeben können.

Das kumulierte Aufladevolumen von Stablecoin-Karten erreichte bis August 2026 13,8 Mrd. US-Dollar – ein Anstieg um fast 10 Mrd. US-Dollar in den letzten 12 Monaten, wie aus einer Untersuchung von Cryptorank hervorgeht. Die monatlichen Ausgaben sind selbst in schwächeren Phasen des breiteren Kryptomarktes weiter gewachsen.

Dieser Unterschied ist von Bedeutung. Die Stablecoin-Aktivitäten wurden in der Vergangenheit vor allem von Abrechnungen an Börsen, Handel und grenzüberschreitenden Überweisungen dominiert. Krypto-Karten verbinden diese Guthaben direkt mit gewöhnlichen Einkäufen und ermöglichen es, eine Zahlung in $USDC oder $USDT zu starten und als vertraute Kartentransaktion bei einem Händler abzuschließen.

Derzeit führt $USDC bei den erfassten Kartenausgaben, während $USDT rasch Marktanteile gewinnt. Dies unterscheidet sich vom breiteren Stablecoin-Markt, auf dem $USDT gemessen am ausstehenden Angebot weiterhin dominiert.

Quelle: Cryptorank

$USDC und $USDT werden zu alltäglichen Zahlungsguthaben

Diese Aufteilung spiegelt wider, wie sich die beiden Stablecoins entwickelt haben. $USDC ist parallel zu Fintech-Integrationen und der Zahlungsinfrastruktur gewachsen und eignet sich daher von Natur aus für Kartenprogramme. $USDT ist nach wie vor fest in Börsen, Überweisungen und Schwellenmärkten verankert und bietet Kryptokarten einen weiteren Weg, diese Guthaben in den alltäglichen Handel zu integrieren.

Auch die Abwicklung erfolgt zunehmend über mehrere Blockchains.

Daten von Cryptorank zeigen, dass Base mit etwa 1,2 Milliarden US-Dollar bei den erfassten Stablecoin-Ausgaben führend ist, gefolgt von Solana mit 635 Millionen US-Dollar, Polygon mit 544 Millionen US-Dollar und Optimism mit 509 Millionen US-Dollar. Auch Arbitrum, Scroll, Ethereum, Stellar und andere Netzwerke verzeichnen nennenswerte Aktivitäten.

Quelle: Cryptorank

Die Blockchain selbst dürfte für Verbraucher im Laufe der Zeit an Bedeutung verlieren. Entscheidend ist vielmehr, ob eine Karte ein Stablecoin-Guthaben schnell, kostengünstig und mit minimalen Wechselkursverlusten in eine Zahlung umwandeln kann.

Dies könnte auch eine Chance für auf den Euro lautende Vermögenswerte wie EURC eröffnen, insbesondere für Nutzer, denen sonst Umrechnungskosten entstehen, wenn sie Dollar-Stablecoins in Europa ausgeben.

Kryptokarten sind nach wie vor auf traditionelle Zahlungswege angewiesen

Trotz ihrer Blockchain-Finanzierungsschicht umgehen die meisten Kryptokarten das bestehende Zahlungssystem nicht. Sie sind nach wie vor auf Zahlungsabwickler, regulierte Emittenten, Identitätsprüfungen und Netzwerke wie Visa oder Mastercard angewiesen, um Händler zu erreichen. Die Innovation findet statt, bevor die Transaktion das Kassenterminal erreicht.

Der Wettbewerb verlagert sich nun in Richtung Verwahrung, Devisenkosten, Prämien und Kapitaleffizienz. Einige Produkte ermöglichen es Nutzern, Stablecoins gegen Krypto-Bestände aufzunehmen, anstatt Vermögenswerte direkt zu verkaufen, wodurch die Karte ebenso sehr zu einem Kreditprodukt wie zu einem Zahlungsmittel wird.

Die größere Bewährungsprobe wird kommen, wenn die Cashback-Zuschüsse auslaufen. Wenn die mit Stablecoins finanzierten Ausgaben auch ohne aggressive Prämien weiter wachsen, werden Kryptokarten etwas Wichtigeres bewiesen haben als die Nutzerakquise: dass Stablecoins als praktisches Zahlungsmittel für Verbraucher fungieren können, während Händler weiterhin die bereits vorhandene Zahlungsinfrastruktur nutzen.

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