de
Zurück zur Liste

BlackRock-Unterstützung verpufft: Securitize verliert nach Börsendebüt 40 Prozent

source-logo  newsbit.de 3 S
image

Securitize feierte vergangene Woche ein viel beachtetes Börsendebüt als eines der wenigen börsennotierten Unternehmen, die vollständig auf Tokenisierung ausgerichtet sind. Die Aktie geriet jedoch sofort deutlich unter Druck. Analysten zufolge dürfte das nur wenig mit dem Unternehmen selbst zu tun haben. Vielmehr passe der Kursrückgang in ein Muster, das nach einem Börsengang über einen SPAC häufiger zu beobachten ist.

Securitize bricht nach SPAC-Fusion deutlich ein

Securitize, bei dem BlackRock früh eingestiegen war, verlor gestern im Handelsverlauf 25 Prozent. Ein Teil der Verluste wurde später wieder aufgeholt, doch seit der Fusion mit dem SPAC Cantor Equity Partner II liegt das Minus noch immer bei rund 40 Prozent.

Kurs von Securitize (Quelle: Tradingview)

Dabei nimmt das Interesse an Tokenisierung rasant zu. Große Finanzakteure wie BlackRock, Franklin Templeton und JPMorgan investieren immer stärker in die Digitalisierung klassischer Finanzprodukte, darunter Staatsanleihen, Fonds, Kreditprodukte und Aktien. Citi zufolge könnte dieser Markt bis 2030 auf 5,5 Billionen Dollar wachsen. BCG und Ripple rechnen für 2033 sogar mit knapp 19 Billionen Dollar.

Nach Einschätzung von Jeff Dorman, Chief Investment Officer beim Vermögensverwalter Arca, gibt es keinen klaren Auslöser für den starken Kursrückgang.

„Wir sehen keinen wesentlichen fundamentalen Grund für diesen Rückgang“, sagt Dorman. „Solche starken Kursbewegungen treten nach SPAC-Transaktionen häufiger auf, weil sich die Anlegerbasis vollständig verändert. Investoren, die vor allem auf den SPAC fokussiert waren, machen langfristig orientierten Anlegern Platz, die das Unternehmen anhand seiner Fundamentaldaten bewerten.“

Bei einem Börsengang über einen SPAC sammeln Investoren zunächst Kapital ein, bevor später ein Übernahmekandidat gesucht wird. Nach Abschluss der Fusion steigen viele der ursprünglichen Anleger aus. Dadurch kann der Kurs in den ersten Handelstagen stark schwanken, insbesondere wenn nur wenige Aktien frei handelbar sind.

Krypto-Börsengänge bleiben hinter den Erwartungen zurück

Dorman verweist darauf, dass auch andere Börsengänge von Kryptounternehmen zuletzt enttäuschend verliefen. Anleger seien dadurch vorsichtiger geworden.

„Angesichts der schwachen Entwicklung jüngster Krypto-Börsengänge wie Coinbase, Bullish, Gemini, BitGo und Circle ist das eigentlich nicht besonders überraschend.“

BitGo hat seit seinem Börsengang im Februar rund 70 Prozent verloren. Gemini notiert sogar etwa 85 Prozent unter dem Niveau des Börsendebüts. Auch Bullish fiel seit dem Hoch nach der Erstnotiz um mehr als 70 Prozent.

Circle liegt zwar weiterhin deutlich über dem Ausgabepreis von 31 Dollar, notiert aber klar unter dem Eröffnungskurs und weit unter dem Höchststand, den die Aktie im vergangenen Jahr erreicht hatte. Auch Coinbase wird noch immer deutlich unter dem Eröffnungskurs der Börsennotierung von 2021 gehandelt.

Der Rückgang von Securitize fiel zudem mit einem schwachen Handelstag für Technologie- und Kryptoaktien zusammen. Der Nasdaq verlor zwei Prozent, während auch Circle, BitGo und Figure deutlich tiefer schlossen.

newsbit.de