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Die Deutsche Börse Group investiert 200 Millionen Dollar für einen Anteil von 1,5 % an Kraken

source-logo  blockzeit.com 17 April 2026 10:58, UTC
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  • Die in Frankfurt ansässige Deutsche Börse hat sich für 200 Millionen Dollar einen Anteil von 1,5 % an Kraken gesichert, um ihre Partnerschaft zu stärken, deren Schwerpunkt darauf liegt, eine Brücke zwischen traditionellen Finanzen und On-Chain-Finanzierung zu schlagen.

Die Deutsche Börse Group, eine führende internationale Börse mit Sitz in Deutschland, gab am Dienstag ihre strategische Investition in Kraken bekannt, eine globale Krypto-Handelsplattform und Tochtergesellschaft von Payward Inc. Das deutsche Unternehmen sicherte sich einen Anteil von 1,5 % am Unternehmen (vollständig verwässert) im Wert von 200 Millionen US-Dollar.

Worum es bei dem Deal zwischen der Deutschen Börse und Kraken geht

Laut der Deutschen Börse unterstreicht die Investition ihre enge Partnerschaft mit Kraken. Sie baut auf ihrer Mitteilung vom Dezember 2025 auf, in der sie ihre Absicht bekundeten, ihre sich ergänzenden Kompetenzen zu nutzen, um eine Brücke zu schlagen und Reibungsverluste zwischen traditionellen Finanzen und On-Chain-Finanzierung zu verringern. Die Zusammenarbeit umfasst Handel, Verwahrung, Abwicklung, Sicherheitenmanagement und Tokenisierung.

Der Abschluss des Deals unterliegt noch den üblichen Abschlussbedingungen und der behördlichen Genehmigung. Dennoch gehen die Parteien davon aus, die Transaktion bis zum zweiten Quartal dieses Jahres unter Dach und Fach zu bringen.

Dieser Schritt unterstreicht das Engagement der Deutschen Börse für ihre Strategie im Bereich digitaler Währungen. Zudem ist er ein bedeutendes Gütesiegel einer der weltweit etabliertesten Börsen für einen der Pioniere der Krypto-Branche.

Krakens regulatorische Meilensteine

Die jüngste Entwicklung folgt unmittelbar auf Krakens Genehmigung für ein Masterkonto bei der US-Notenbank im März. Damit erhält der Bankbereich der Börse im Grunde eine direkte Verbindung zum Kernzahlungssystem der Zentralbank über Fedwire.

Obwohl Kraken nicht alle Vorteile eines Masterkontos genießt, wie sie traditionellen Banken und anderen Einlageninstituten gewährt werden, ermöglicht die Genehmigung Kraken, das Korrespondenzbankwesen für Clearing und Abwicklung zu umgehen. Das vereinfacht den Prozess erheblich und sorgt gleichzeitig für mehr Liquidität, größere operative Autonomie, effizientere Transaktionen und geringere Kontrahentenrisiken.

Andererseits erhält Kraken keine Zinsen auf seine Reserven und muss sich an eine strenge Obergrenze für den Kontostand halten. Außerdem hat es keinen Zugang zum Fed-Diskontfenster, das in finanziellen Notlagen als Kreditgeber letzter Instanz für Institute dient.

Kraken ist das erste Krypto-Unternehmen, das sich ein Fed-Hauptkonto gesichert hat, wodurch es bei der Abwicklung und dem Clearing von Dollar-Transaktionen in den USA die traditionellen Korrespondenzbank-Kanäle umgehen kann.

Ein Master-Konto verschafft Krakens Bankensparte eine direkte Verbindung zum Kern der Fed… pic.twitter.com/L79nI3wggo

Erpressung bei Kraken

Inmitten der guten Nachrichten warnte Krakens Chief Security Officer, Nick Percoco, die Nutzer vor einer kriminellen Gruppe, die versucht, eine nicht genannte Summe von dem Unternehmen zu erpressen. Die Kriminellen drohen Berichten zufolge damit, Videos der internen Systeme der Plattform mit Kundendaten zu veröffentlichen, sollte das Unternehmen ihren Forderungen nicht nachkommen.

Percoco versicherte der Öffentlichkeit, dass die Kriminellen niemals in ihr System eingedrungen seien und dass sie niemals mit Kriminellen verhandeln würden. Außerdem garantierte er, dass durch den mutmaßlichen Vorfall keine Gelder gefährdet seien.

Der Cybersicherheitsexperte erinnerte an zwei Vorfälle seit Februar 2025, bei denen Mitarbeiter mit derselben Vorgehensweise beteiligt waren. Man habe den Mitarbeitern jedoch sofort den Zugriff entzogen und sie einer umfassenden Untersuchung unterzogen, doch beide Versuche seien dank der schnellen Reaktion des Sicherheitsteams der Plattform gescheitert.

Trotz dieser Zusicherungen erklärte Percoco, man habe sich mit den Behörden abgestimmt, um die schnelle Identifizierung der Verantwortlichen und deren Festnahme zu ermöglichen.

Kraken Security Update

We are currently being extorted by a criminal group threatening to release videos of our internal systems with client data shown if we do not comply with their demands. It’s important to start with the most important points: our systems were never…

— Nick Percoco (@c7five) April 13, 2026
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