- AllUnity hat mit CHFAU einen neuen, 1:1 an den Schweizer Franken gekoppelten Stablecoin für professionelle und institutionelle Nutzer angekündigt.
- Der Token startet als ERC-20 auf Ethereum und soll laut Unternehmen später im Jahr auf weitere Netzwerke ausgeweitet werden.
AllUnity, eine Stablecoin-Plattform mit Rückendeckung aus dem Umfeld der Deutschen Bank, erweitert ihr Angebot um eine Franken-Variante. Das Unternehmen bringt den Stablecoin CHFAU an den Start, der nach eigenen Angaben 1:1 an den Schweizer Franken gekoppelt ist.
CHFAU startet institutionell und zuerst als ERC-20
Zum Auftakt richtet sich CHFAU an institutionelle und professionelle Investoren. Technisch beginnt der Rollout auf Ethereum als ERC-20-Token.
Weitere Blockchains sollen im Laufe des Jahres folgen, Details zu Zeitplan oder Auswahl der Netzwerke ließ AllUnity zunächst offen. Der Schritt kommt nach dem Start des Euro-Stablecoins EURAU im vergangenen Jahr und wirkt wie die logische Fortsetzung eines Produktportfolios, das auf regulierte, währungsnahe Token setzt.
Die Schweiz spielt dabei als Referenzwährung eine besondere Rolle. Der Franken gilt im traditionellen Finanzsystem als Liquiditäts- und Sicherheitenwährung, im Krypto-Kontext gab es bislang jedoch vergleichsweise wenige regulierte Angebote mit klarer Ausrichtung auf europäische Nutzergruppen.
MiCA-Positionierung und BaFin-Lizenz als Fundament
AllUnity ordnet den Start als regulatorisch „voll ausgerichtet“ an Europas MiCA-Regime ein. Zentral ist dabei die deutsche E-Geld-Institut-Lizenz, die das Unternehmen nach eigenen Angaben im Juli 2025 von der BaFin erhalten hat. Damit positioniert sich CHFAU explizit als E-Money-Token-Produkt im europäischen Rechtsrahmen, statt als Offshore-Stablecoin mit unklarem Status.
„Der Launch von CHFAU ist ein fundamentaler Meilenstein in unserer Mission, Europas reguliertes digitales Zahlungs-Ökosystem aufzubauen“, sagte CEO Alexander Höptner. Für den Markt bleibt spannend, ob und wie schnell aus dem professionellen Start ein breiterer Zahlungsanwendungsfall wird, inklusive Distribution über Banken, Broker oder Fintechs.