Im Zusammenhang mit der sich schnell entwickelnden Technologie hat Neel Kashkari, Präsident der Federal Reserve Bank von Minneapolis, in jüngster Zeit seine kritischen Ansichten über Kryptowährungen geäußert. Bei einem bedeutenden Wirtschaftsgipfel in Norddakota stellte er fest, dass Krypto in seiner gegenwärtigen Form im Vergleich zur aufkommenden Künstlichen Intelligenz (KI) als „völlig nutzlos“ wahrgenommen wird.
Die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz
Kashkari, der seit 2016 in seiner Position ist, lobte die Nutzung von KI, die, wie er betonte, bereits einen spürbaren wirtschaftlichen Nutzen bietet. „Die Menschen nutzen KI jeden Tag“, erklärte er und wies darauf hin, dass es ein starkes Potenzial für die amerikanische Wirtschaft darstellt. Diese Technologie bietet neue Möglichkeiten zur Produktivitätssteigerung und zieht vermehrt institutionelles Kapital an, da sie als Treiber von zukünftigen Gewinnen angesehen wird.
Kryptowährungen und Stablecoins im Fokus
Obwohl das Thema Kryptowährungen in der Finanzwelt viel diskutiert wird, sieht Kashkari in ihnen keine Relevanz. Er hält fest, dass Krypto seit über einem Jahrzehnt existiert, dabei jedoch wenig Nützliches bietet. Seine Kritik richtet sich auch an Stablecoins, digitale Währungen mit stabilem Wert, die oft an Fiat-Währungen gekoppelt sind. Kashkari fragte provokant: „Was kann ich mit Stablecoins tun, was ich heute nicht mit Venmo machen kann?“ und bezeichnete die Antworten als „Wortsalat“.
Perspektive für Nutzende in der westlichen Welt
Kashkari argumentiert, dass in der westlichen Welt eine gut entwickelte finanzielle Infrastruktur existiert, die das Bedürfnis nach Krypto überflüssig macht. Während es für einige internationale Transaktionen Vorteile geben mag, sind die alltäglichen Anwendungen von Krypto in den USA für viele nicht ersichtlich. Diese Diskrepanz könnte die zukünftige Relevanz der Kryptowährungen in Frage stellen.
Kritische Überlegungen zu Steuerung und Währungsregulation
Ein weiterer Punkt, den Kashkari ansprach, war die Problematik der Gebühren, die bei der Umwandlung von Stablecoins in lokale Währungen anfallen. Dieses Thema gewinnt an Bedeutung, insbesondere wenn man an nationale Geldpolitiken denkt. „Wenn jeder auf der Welt dieselbe Währung oder Zahlungsplattform nutzen würde, würden viele Reibungen verschwinden“, sagte er. Doch die Realität zeigt, dass verschiedene Länder ihre eigene Geldpolitik nicht aufgeben möchten, was die Einführung globaler Krypto-Lösungen erschwert.
Insgesamt vermittelt Kashkaris Perspektive eine klare Botschaft: Während Krypto als Technologie noch in der Diskussion steht, zeigt die Künstliche Intelligenz ihre Fähigkeiten und ihren Wert auf eindrucksvolle Weise und könnte die wirtschaftliche Landschaft erheblich beeinflussen.