Mizuho Securities setzt darauf, dass das institutionelle Verwahrungsmodell von Bitgo den herben Kursrückgang von 50 % nach dem Börsengang mehr als ausgleichen wird, und nimmt die Berichterstattung mit einer Outperform-Bewertung und einem Kursziel von 17 USD auf.
„Militärtauglich“ – Mizuho unterstützt Bitgos Infrastruktur trotz Kursrückgang
In einer Mitteilung vom 17. Februar nahmen die Mizuho-Analysten Dan Dolev und Alexander Jenkins die Berichterstattung über Bitgo Holdings Inc. (NYSE: BTGO) auf, mit einem Kursziel, das einen Anstieg von etwa 50 % bis 60 % gegenüber dem jüngsten Schlusskurs der Aktie von 10,87 USD impliziert. Die Prognose kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie nach dem Börsengang des Unternehmens weiterhin unter Druck steht und laut tradingview.com einen historischen Kursverlust von rund 50 % verzeichnet.

Die Analysten von Mizuho beschreiben die Verwahrungsinfrastruktur von Bitgo als „militärtauglich“ und verweisen auf die Sicherheitsbilanz und den institutionellen Fokus als wichtige Unterscheidungsmerkmale. Das 2013 gegründete Unternehmen hat größere Hackerangriffe vermieden, eine Erfolgsbilanz, die Mizuho in einem Sektor, in dem Sicherheitslücken existenziell sein können, als entscheidend ansieht.
Im Gegensatz zu Krypto-Unternehmen, die stark von Handelsvolumina abhängig sind, erzielt Bitgo mehr als 80 % seiner Einnahmen aus stabilen, wiederkehrenden Einnahmequellen wie Verwahrungs- und Staking-Dienstleistungen. Diese Zusammensetzung, so argumentieren die Strategen von Mizuho, schützt das Unternehmen in Zeiten des Abschwungs und positioniert es eher als Infrastruktur- als als Brokerage-Unternehmen.
Die Größe ist ein weiterer Pfeiler der These von Mizuho. Bitgo verwahrt Vermögenswerte in Höhe von mehr als 100 Milliarden US-Dollar, eine Zahl, die Forscher als Beweis für das Vertrauen institutioneller Anleger hervorheben. Es wird erwartet, dass der Umsatz bis 2027 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von etwa 28 % steigen und damit einige Wettbewerber übertreffen wird, da die Akzeptanz von Kryptowährungen, Stablecoins und tokenisierten realen Vermögenswerten (RWAs) zunimmt.
Das Unternehmen verweist auch auf das firmeneigene Go Network von Bitgo, das es Kunden ermöglicht, Transaktionen zu handeln und abzuwickeln, während die Vermögenswerte in Cold Storage aufbewahrt werden, und beschreibt es als defensiven Burggraben. Die regulatorische Positionierung, einschließlich US-Treuhandchartas und einer nationalen Treuhandbankstruktur, könnte das nationale und internationale Wachstum weiter unterstützen.
Dennoch bleiben Risiken bestehen. Kryptopreisschwankungen, der zunehmende Wettbewerb durch Banken und andere Verwahrstellen sowie regulatorische Hürden könnten die Performance belasten. Am Tag der Veröffentlichung des Berichts schlossen die Bitgo-Aktien mit einem Minus von fast 5 %, was daran erinnert, dass selbst „militärtaugliche” Narrative den Stresstest des Marktes bestehen müssen. Bei Eröffnung der Wall Street am Dienstagmorgen haben die Bitgo-Aktien seit dem gestrigen Handelsschluss einen Prozentpunkt zugelegt.
FAQ ❓
- Warum hat Mizuho die Berichterstattung über Bitgo aufgenommen? Mizuho startete die Berichterstattung mit einem „Outperform“-Rating und verwies dabei auf die Sicherheitsbilanz, das wiederkehrende Umsatzmodell und die institutionelle Positionierung von Bitgo.
- Wie hoch ist das Kursziel von Mizuho für Bitgo? Das Unternehmen hat ein Kursziel von 17 USD festgelegt, was einem Aufwärtspotenzial von etwa 50 % bis 60 % gegenüber dem aktuellen Niveau entspricht.
- Um wie viel ist die Bitgo-Aktie seit ihrem Börsengang gefallen? Die Aktien sind gegenüber ihrem Allzeithoch um etwa 50 % gefallen.
- Wie groß ist das Verwahrungsgeschäft von Bitgo? Das Unternehmen verwahrt Kundenvermögen in Höhe von mehr als 100 Milliarden US-Dollar.