Die meisten 2025 eingeführten Token werden unter ihrem Ausgabepreis gehandelt, da die Renditen von Risikokapital (VC) einbrechen und die Gründung neuer Kryptofonds auf ein Fünfjahrestief sinkt, was auf eine bedeutende Veränderung der Marktdynamik hindeutet.
Führende VCs garantieren keine Token-Gewinne mehr
Die Krypto-Risikokapitalmaschine, die einst explosive Token-Einführungen antrieb, verliert an Schwung. Nach aktuellen Daten von Galaxy Research werden derzeit rund 85 % der im Jahr 2025 eingeführten Token unter ihrem Einführungspreis gehandelt. Selbst Projekte, die von erstklassigen Risikokapitalfirmen unterstützt werden, haben Schwierigkeiten, nennenswerte Renditen zu erzielen. Viele erreichen gerade einmal die Gewinnschwelle, einige schreiben sogar hohe Verluste.
Der Kontrast zu 2022 ist eklatant. Allein im zweiten Quartal 2022 sammelten Krypto-VCs fast 17 Milliarden US-Dollar in mehr als 80 neuen Fonds ein. Institutionelle Investoren strömten in diesen Bereich und unterstützten oft Projekte, die kaum mehr als eine Token-Roadmap und ein Pitch Deck vorweisen konnten.

Heute hat sich das Blatt gewendet. Die Rendite von Risikokapitalinvestitionen ist seit 2022 stetig zurückgegangen. Die Zahl der neuen Krypto-Fonds ist auf ein Fünfjahrestief gesunken. Die im letzten Quartal eingeworbenen Mittel beliefen sich auf nur 12 % des Kapitals, das während des Höhepunkts im zweiten Quartal 2022 aufgebracht wurde.
Während Venture-Capital-Unternehmen im letzten Quartal Berichten zufolge 8,5 Milliarden US-Dollar investiert haben, was einem Anstieg von 84 % gegenüber dem Vorquartal entspricht, weisen Analysten darauf hin, dass es sich dabei größtenteils um Kapital handelt, das während des Booms von 2022 aufgebracht wurde. Tatsächlich entspricht das zwischen 2023 und 2025 eingesetzte Gesamtkapital in etwa dem, was allein im Jahr 2022 aufgebracht wurde.
Dennoch könnte es einen Silberstreif am Horizont geben. Da das leicht verfügbare VC-Geld versiegt, sind Projekte gezwungen, sich auf die Produkt-Markt-Passung, das Nutzerwachstum und nachhaltige Einnahmen zu konzentrieren, anstatt auf den Hype um Token. Ein geringerer Einfluss von Insidern könnte auch weniger aggressive Token-Freigaben und eine bessere Abstimmung zwischen Entwicklern und Communities bedeuten.
Dazu äußerte sich @thedefiedge, ein Forschungsunternehmen für dezentrale Finanzen (DeFi), wie folgt: „Wenn der Einfluss von Risikokapital schwindet, sind die Projekte erfolgreich, die echte Nutzer und echte Einnahmen haben. Hoffentlich gibt es weniger Ketten und mehr Entwickler, die sich auf das Produkt optimieren, anstatt auf die nächste Kapitalbeschaffung.“
Der Abschwung könnte das Ende der kapitalgetriebenen Token-Zyklen und den Beginn eines stärker fundamentaldrivenden Krypto-Ökosystems markieren.
FAQ 📊
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Warum sind die meisten 2025-Token im Minus? Die
schwache Nachfrage und die nachlassende Dynamik durch Risikokapitalgeber üben Druck auf die Preise aus. - Wie viel haben VCs im Jahr 2022 aufgebracht? Fast 17 Milliarden US-Dollar allein im zweiten Quartal 2022.
- Verlangsamt sich die neue Krypto-VC-Finanzierung? Ja, die Gründung neuer Fonds ist auf einem Fünfjahrestief.
- Was bedeutet das für Krypto-Projekte? Teams müssen echte Nutzer und Einnahmen gegenüber dem Hype priorisieren.