Die überwiegende Mehrheit der globalen Family Offices hält in ihren Portfolios keine Kryptowährungen, so die der JPMorgan Private Bank2026 Global Family Office Bericht.
Trotz des allgegenwärtigen Gefühls geopolitischer Risiken, die im Vermögensbericht der Bank hervorgehoben werden, bleibt die Bereitschaft für traditionelle und aufstrebende Absicherungen begrenzt: 72 % der globalen Family Offices haben keine Goldpositionen, und 89 % haben keine Positionen in Kryptowährungen, heißt es in dem Bericht.
Im Lichte des jüngster Blutbad die die Kryptomärkte am vergangenen Wochenende umhüllte, ist es vielleicht nicht überraschend, dass Family Offices sich entscheiden, bei der Absicherung ihrer Portfolios auf andere Ansätze zu setzen.
„Trotz der Schlagzeilen und des Hypes rund um Kryptowährungen und andere digitale Vermögenswerte bleiben die meisten Family Offices (89 %) am Rand stehen“, heißt es in dem Bericht. „Dies könnte eine Debatte widerspiegeln, die wir auch innerhalb von JPMorgan führen: Welche Rolle sollten Kryptowährungen und andere digitale Vermögenswerte in einem Portfolio spielen und, vielleicht noch wichtiger, wie viel sollte ein Portfolio angesichts ihrer erhöhten Volatilität und inkonsistenten Korrelation mit anderen Vermögenswerten halten?“
Mit Blick auf die Zukunft gaben etwa 17 % der wohlhabenden Familien an, dass Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte ein Thema seien, dem sie künftig Priorität einräumen würden. Dies wurde jedoch durch Künstliche Intelligenz übertroffen, in die 65 % der Familien angaben, künftig investieren zu wollen.
Im Durchschnitt investieren Family Offices etwa 75 % ihres Vermögens in eine Kombination aus börsennotierten Aktien und alternativen Investments, wobei US-amerikanische Large-Cap-Aktien den öffentlichen Bestand dominieren und Drawdown-Fonds im Bereich der privaten Beteiligungen führend sind, so der Bericht.
JPMorgan Private Bank befragte 333 Family Offices in 30 Ländern; das durchschnittliche Nettovermögen der Teilnehmer betrug 1,6 Milliarden US-Dollar.
„Dieser Bericht ist mehr als eine Umfrage, er ist das Ergebnis unserer Zusammenarbeit mit einigen der weltweit anspruchsvollsten Family Offices“, sagte Natacha Minnit, Global Co-Head der Family Office Practice bei JPMorgan Private Bank.