Der US-Dollar verliert seinen Halt auf den globalen Märkten, da Investoren auf zunehmende politische und makroökonomische Risiken reagieren, was einen starken Ausverkauf und eine Verschiebung hin zu konkurrierenden Währungen beschleunigt, so ein Experte.
Dominanz des US-Dollar erodiert, da Experte vor aufgestapelten Makrorisiken warnt
Die globalen Währungsmärkte zeigen erneuten Druck, da das Vertrauen in die etablierte Geldführung schwächer wird. Die unabhängige Finanzberatungsorganisation Devere Group warnte am 28. Januar 2026 davor, dass die Dominanz des US-Dollars bröckelt, da Investoren auf sich häufende makroökonomische und politische Risiken reagieren.
Die Warnung folgt auf einen sich beschleunigenden Ausverkauf des Greenback, nachdem Präsident Donald Trump öffentlich die jüngsten starken Rückgänge der Währung herunterspielte, was die Unruhe auf den Devisenmärkten verstärkte. Der Dollar fiel um 1,3 % gegenüber einem Korb wichtiger Währungen und erreichte seinen niedrigsten Stand seit vier Jahren, während der Euro und das Pfund auf ihre stärksten Niveaus seit Mitte 2021 stiegen und sich der Yen auf ¥ 152 pro Dollar fortbewegte. Nigel Green, CEO der Devere Group, erklärte:
„Die Währungsmärkte blinken rot. Der Dollar steht im Zentrum des globalen Finanzsystems, und Bewegungen in diesem Ausmaß signalisieren einen ernsthaften Vertrauensverlust in die politische Richtung Amerikas.“
„Präsident Trumps Herunterspielen des Dollar-Verfalls alarmiert die Investoren. FX-Märkte handeln mit Glaubwürdigkeit und Disziplin. Wenn Führer und politische Entscheidungsträger unbesorgt über starke Rückgänge erscheinen, gehen Händler davon aus, dass die Volatilität anhalten wird“, fügte der Geschäftsführer hinzu. Green beschrieb die Bewegung außerdem als eine tiefere Neubewertung der makroökonomischen Exposition der USA. „Aggressive fiskalische Expansion, unvorhersehbare Handelspolitik und plötzliche politische Eingriffe schaffen Unsicherheit über Wachstum, Inflation und Kapitalflüsse. Währungen preisen sofort Risiken ein, und wie wir in Echtzeit sehen, zahlt der Dollar den Preis.“
Die Aufmerksamkeit verlagert sich nun darauf, wohin Kapital repositioniert wird, da Investoren nach Alternativen suchen. Green erklärte, dass die gleichzeitige Rallye von Euro und Pfund einen vergleichenden politischen Urteilswert widerspiegelt. „Europa und Großbritannien stehen vor strukturellen Herausforderungen, aber relative Stabilität zählt mehr als Perfektion. Investoren vergleichen immer politische Pfade, und der Pfad des Dollars erscheint zunehmend volatil.“
Weiterlesen: US-Dollar unter Beschuss, da sicherer Hafen unter direkter Bedrohung steht
Er hob die Rolle des Yen als defensives Asset hervor und bemerkte: „Der Yen bleibt ein klassischer Hedge in Zeiten politischer Unsicherheit. Die Stärke bei ¥ 152 pro Dollar signalisiert, dass globale Investoren sich gegen politische Turbulenzen in Washington absichern.“ Schulden-Dynamiken tauchen ebenfalls wieder als Besorgnis auf. „Die US-Schuldenemission bleibt hoch, und fiskalische Disziplin scheint der politischen Botschaft sekundär zu sein. FX-Märkte bestrafen diese Dynamik, indem sie eine höhere Risikoprämie verlangen.“ Green wies auf Zölle als zentralen Stressfaktor hin. „Zölle erhöhen die Kosten, drücken die Margen und entfachen Inflation. Wenn politische Veränderungen abrupt oder schlecht kommuniziert werden, absorbiert die Währung zuerst den Schock. Investoren diskontieren den langfristigen Wachstums- und Handelsrückschlag.“ Er fügte hinzu, dass die Diversifikation bei Institutionen beschleunigt wird. Green schloss:
„Zentralbanken und Staatsfonds operieren auf Grundlage von Vertrauen, Liquidität und Governance. Selbst inkrementelle Verschiebungen aus Dollar-Reserven können Märkte bewegen, wenn privates Kapital denselben Trend spiegelt.“
„Der Dollar wird im globalen Finanzwesen zentral bleiben, aber seine Vorherrschaft hat in den letzten Jahren Risse bekommen, und dies hat sich in den letzten Tagen beschleunigt, da die Märkte nun scheinbar einen Fluchtweg bauen“, meinte er.
FAQ ⏰
-
Warum fällt der US-Dollar im Vergleich zu wichtigen Währungen?
Der Dollar schwächt sich ab, da Investoren steigende politische Unsicherheit, hohe Schuldenemissionen und unvorhersehbare Handelsentscheidungen einpreisen. -
Was hat die Devere Group über den Dollar gewarnt?
Die Devere Group sagte, dass die globale Dominanz des Dollars bröckelt, da die Märkte das Vertrauen in die politische Richtung der USA verlieren. -
Warum steigen Euro, Pfund und Yen?
Investoren verlagern Kapital in Währungen, die als stabiler oder defensiver angesehen werden, angesichts der US-politischen Volatilität. -
Wie beeinflussen Zölle den US-Dollar?
Zölle erhöhen die Inflationsrisiken und schaden den Wachstumserwartungen, was die Devisenmärkte sofort durch eine schwächere Währung widerspiegeln.