Nur wenige Tage nach der jährlicher Aktionärsversammlung von BitMine (BMNR) in Las Vegas gibt es Streit. Es zeigt sich eine starke Spaltung zwischen der Führung und den Investoren.
Im Mittelpunkt stehen die Themen Führung, Transparenz sowie die ehrgeizige Änderung des Unternehmens. BitMine will sich von einer reinen Ethereum-Staking-Firma in einen „digitalen Berkshire-ähnlichen“ Kapitalgeber verwandeln.
BitMine-Chef reagiert auf Aktionärs-Sorgen nach umstrittener Hauptversammlung
Aktionäre kritisierten das Treffen wegen abwesender Führungskräfte, überhasteter Präsentationen und unklarer Abstimmungsergebnisse.
Weder der neue CEO noch der CFO waren anwesend. Auch die angekündigten prominenten Redner kamen nicht. Daher empfinden viele Investoren das Treffen als schlecht organisiert und respektlos. Manche nannten es sogar eine „Clownshow“.
Respectfully?
— Christopher O'Malley (@chris_t_omalley) January 18, 2026
You and the board need to stop and take a hard look at what just happened and be honest about the elephant in the room. There are justifiable reasons why shareholders are very upset. Disrespect being one of them.
That shareholder meeting did not meet the most… https://t.co/uhLWwTEXvx
Die Sorgen wurden durch die Doppelrolle von Tom Lee verstärkt. Er leitet auch Fundstrat. Deshalb gibt es Zweifel, ob er BitMine genug Aufmerksamkeit schenken kann.
Rob Sechan, ein Vorstandsmitglied, räumte den Ärger der Aktionäre ein. Gleichzeitig betonte er aber, dass das Treffen während einer Übergangsphase stattfand. Mehrere Führungspositionen wurden angeblich erst wenige Tage zuvor besetzt.
Er verteidigte die Arbeit des Vorstands. Das Ziel der Hauptversammlung war es, die “DAT-plus”-Strategie zu erklären und das Potenzial für die nächsten Jahre zu zeigen.
I hear the frustration in this, and I want to acknowledge it directly.
— Rob Sechan (@RobSechan) January 18, 2026
This AGM took place during a period of real transition. The executive team at @BitMNR is largely brand new, with several positions being filled within days of the meeting. This was the first annual meeting…
Kritiker meinen jedoch, die Antworten des Vorstands gingen nicht auf die entscheidenden Probleme wie Planung, Transparenz und Verantwortlichkeit ein.
Strategiewechsel: Von Staking zu digitaler Kapitalverteilung – MrBeast-Deal spaltet Investoren
Trotz der Kritik an der Führung hob das Unternehmen einen wichtigen Strategiewechsel hervor. BitMine geht über das ETH-Staking hinaus und will eine digitale Holding werden. Das Unternehmen investiert sein Kapital in Projekte, die die Nutzung von Ethereum fördern.
BitMine besitzt mehr als 4 Mio. ETH (etwa 14 Mrd. USD) und verdient pro Jahr 400 bis 430 Mio. USD durch Staking. Das Ziel sind 540 bis 580 Mio. USD pro Jahr, wenn das Unternehmen 5 Prozent aller Ethereum-Coins hält.
Sechan verglich diese Strategie mit Berkshire Hathaway. Die Firma setzt laut Sechan auf eine disziplinierte Kapitalverteilung, angepasst an das digitale Zeitalter.
„Eine Kapitalbasis und eine durchdachte Investition in produktive Unternehmen, genau das macht $BRK. Gleiches Konzept, andere Zeit und andere Technik“, schrieb er als Antwort auf die Kritiker, die den Plan als zu ehrgeizig ablehnen.
Am meisten wurde die 200-Mio.-USD-Investition von BitMine in MrBeasts Beast Industries diskutiert. Mit diesem Geld will BitMine Ethereum in die Creator-Community bringen – etwa durch Plattformen und Netzwerke mit Token-Einsatz.
Befürworter meinen, dass BitMine so eine der größten Reichweiten auf Social Media nutzt. Dadurch soll Ethereum besonders bei der Gen Z und der Generation Alpha bekannter werden.
Kritiker sehen diese Partnerschaft jedoch als Ablenkung von den wichtigen Aufgaben bei Führung und Struktur. Sie fragen sich zudem, ob sich das Unternehmen übernimmt.
Insgesamt zeigt das Treffen einen deutlichen Gegensatz zwischen Ehrgeiz und Verantwortung. BitMine will zwar auf lange Sicht wachsen, doch viele Anteilseigner sind immer noch vorsichtig wegen möglicher Fehler und fehlender Führung.
Sechan versprach mehr Transparenz und Beteiligung. Künftig sollen die Treffen besser vorbereitet und interaktiver sein.
BitMine steht nun vor einer großen Aufgabe. Es muss beweisen, dass das „digitale Berkshire“-Modell sowohl beim ETH-Ertrag als auch bei der weiteren Entwicklung funktioniert, ohne die Aktionäre zu verärgern.
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