BitGo, ein US-Anbieter von Krypto-Wallets und -Verwahrungsdiensten, hat am Montag seinen Börsengang in den USA beantragt und will damit bis zu 200 Millionen Dollar einnehmen. Laut Decrypt würde das einer Unternehmensbewertung von fast zwei Milliarden Dollar entsprechen. Das in Kalifornien ansässige Unternehmen beabsichtigt laut Antrag, rund 11,8 Millionen Stammaktien der Klasse A zu einem Preis von 15 bis 17 Dollar pro Aktie anzubieten. Die Aktien landen voraussichtlich am 21. Jänner unter dem Tickersymbol BTGO an der New Yorker Börse.
IPO als Teil von Transparenzstrategie
„Seit unserer Gründung ist BitGo nichts anderes als transparent. Alle unsere Rollen – als Softwareanbieter, regulierter Verwahrer und Finanzdienstleister – erfordern von uns vollständige Offenheit hinsichtlich der Funktionsweise unserer Technologie und Prozesse sowie hinsichtlich Audits, Bescheinigungen und mehr“, schrieb Mike Belshe, Mitgründer und CEO von BitGo, in einem Brief, der dem Antrag beigefügt war. Der Übergang an die öffentlichen Märkte sei lediglich die nächste Entwicklungsstufe dieser Transparenz.
Erstmals gab das Unternehmen im Juli einen Hinweis auf einen möglichen Börsengang. Nach dem erfolgreichen Börsendebüt des USDC-Stablecoin-Emittenten Circle stellte BitGo vertraulich einen Antrag bei der SEC. Die Kryptofirma bietet Infrastrukturdienstleistungen für Stablecoins, Token-Management, Handel, Staking und Verwahrungslösungen. Sie verwaltet laut ihrer Website mittlerweile Vermögenswerte im Wert von mehr als 104 Milliarden Dollar.
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BitGo ist in EU zugelassen
Der Großteil der Einnahmen stammt laut der Anmeldung aus dem Verkauf digitaler Vermögenswerte, Staking und Abonnements. Für 2025 schätzt man konservativ, dass das Unternehmen rund 15,4 Milliarden Dollar an Einnahmen aus dem Verkauf digitaler Vermögenswerte erzielen wird. Im Vorjahr waren es noch rund 2,5 Milliarden Dollar.
Das Unternehmen verzeichnete einen Rückgang der Staking-Einnahmen um rund 82 Millionen Dollar. Jedoch erzielte es im vergangenen Jahr mehr als 60 Millionen Dollar an neuen Abonnement-Einnahmen. Bis Ende September hatte es einen Nettogewinn von rund 35 Millionen US-Dollar erzielt. BitGo hat es neuerdings auch in den europäischen Raum geschafft. Im vergangenen Jahr erhielt das Unternehmnen die Genehmigung der deutschen Finanzaufsichtsbehörde (BaFIN), sein Angebot an digitalen Vermögenswerten auf alle 27 EU-Staaten auszuweiten.
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