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VeChain: So löst das Krypto-Projekt Lieferkettenprobleme

source-logo  btc-echo.de 13 März 2023 08:35, UTC

Corona, Ukraine-Krieg, Inflation und Cyberkriminalität setzen unsere Lieferketten unter enormen Druck. Für den Krypto-Space sind das jedoch nicht nur schlechte Nachrichten. Wie können Projekte wie VeChain von den Problemen profitieren?

Deutschland als global vernetztes Import- und Exportland leidet aktuell unter dem Ausfall von Lieferketten. Denn die Corona-Krise, der Krieg in der Ukraine und auch das Wachstum von Cyberkriminalität hinterlassen ihre Spuren: Verbraucher stehen beim täglichen Einkauf von Waren wie Öl vor leeren Regalen, Bauaufträge verzögern sich. Das Institut der Deutschen Wirtschaft schätzte die Kosten für das Jahr 2022 für gestörte Lieferketten und die hohen Energiepreise auf etwa 120 Milliarden Euro.

Saisonale Angebots- und Nachfrageschwankungen sowie Abstimmungsprobleme innerhalb einer Lieferkette führen rückwirkend zu starken Schwankungen, die der Hersteller ausloten muss. Zudem bringen Umweltauflagen an die Grenzen ihrer Wirtschaftlichkeit.

Gefälschte Waren führen zu zusätzlichen Kosten. Es entstehen Sicherheitslücken bei Nahrungsmitteln und Medikamenten, die im schlimmsten Fall unsere Gesundheit betreffen.

Für den Krypto-Space und insbesondere das Projekt VeChain bieten all diese Probleme jedoch die Möglichkeit, seine Vorteile aufzuzeigen.

So hilft Krypto im Lieferketten-Wirrwarr

VeChain zählt zu den ältesten Blockchain-Projekten, welches Lösungen für Lieferketten und Datenmanagement anbietet. Das chinesische Unternehmen wurde 2015 von Sunny Lu und Zhang gegründet und wird international von mehr als 300 Unternehmen genutzt. Diese Unternehmen setzen dafür auf die sogenannte VeChain ToolChain als Enterprise-Anwendungsplattform.

Unternehmen wie etwa Walmart China tracken ihre Produkte entlang der Lieferkette, um eine einheitliche Datenbank zu schaffen. Dafür integrierte der Konzern seine eigene Tracking-Plattform auf der VeChain ToolChain. Hersteller und Lieferanten teilen die Daten, sodass Kunden die Produktinfos nur per QR-Code abrufen brauchen.

Auch BMW arbeitet seit 2019 mit VeChain an einem digitalen Fahrzeugausweis. Das Pilotprojekt heißt “Verify your Car”. Der Ausweis soll die Fahrzeugherkunft transparenter tracken, indem ein Auto eine eindeutige VeChain-ID erhält und entsprechende smarte IoT-Geräte ins Auto eingebracht werden. Immer dann, wenn etwa eine Batterie auf dem Zweitmarkt gewechselt wird, werden die Daten automatisch an die VeChain Thor Blockchain übermittelt. In Summe entsteht eine einheitliche und stets aktuelle Datenbank des Autos – von der Produktion bis zur Verschrottung.

Weitere bekannte Industriepartner wie Bayer aus der Pharmaindustrie oder der Mutterkonzern von Louis Vuitton, LVHM, arbeiten mit VeChain an Tracking-Lösungen.

Neben Blockchain und Software bietet VeChain auch die passenden Hardwareprodukte über sogenannte NFC-Chips an. NFC beschreibt dabei die kontaktlose Datenübertragung über elektromagnetische Wellen. Ein Modelabel kann zum Beispiel solche NFC-Kartenchips direkt in eine Luxus-Handtasche einbetten – ab Produktionsbeginn. Jeder Teilnehmer der Lieferkette kann durch diesen dann Informationen zur Tasche in Echtzeit abrufen, wie CO₂-Verbrauch bei der Herstellung und dem Transport, Echtheit der Marke oder Produktionsort. Der Verbraucher erhält Einsicht in den gesamten Prozess, was letztlich das Vertrauen in die Marke fördert.

Fazit: Wird mit VeChain alles besser werden?

VeChain ist offensichtlich ein gutes Beispiel dafür, wie Unternehmen Blockchain sinnvoll nutzen können und Kryptowährungen ihren Beitrag auch in der Realwirtschaft leisten. Nichtsdestotrotz wird eine Blockchain allein nicht globale Lieferkettenprobleme verhindern, Greenwashing unterbinden oder vor Medikamentenfälschung retten können. Der globale Handel wird weiterhin unter Inflation, Cyberangriffen und politischen Konflikten leiden. Transparenz auf allen Stufen innerhalb einer Lieferkette ist dennoch ein erster Schritt, um all diesen Problemen zu begegnen.

btc-echo.de