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Indische Anleger haben 130 Millionen US-Dollar durch Krypto-Betrüger verloren


cryptomonday.de 24 Juni 2022 05:25, UTC
Lesezeit: ~2 Min.

Einem Bericht zufolge wurden indische Krypto-Investoren um mindestens 130 Millionen US-Dollar betrogen, indem sie sie mit Techniken wie Phishing und Identitätsdiebstahl, die über soziale Medien verbreitet wurden, zu Investitionen in gefälschte Kryptobörsen verleitet haben.

Laut einer Untersuchung des Unternehmens für Cyber-Sicherheit CloudSEK wurden Betrugsmaschen mit mehreren Zahlungsgateway-Domains und Android-basierten Anwendungen genutzt, um ahnungslose Personen in einen "Massenglücksspiel-Betrug" zu locken.

Wie der Betrug funktioniert

In dem Bericht heißt es, dass der in sieben Phasen unterteilte Betrug damit beginnt, dass mehrere gefälschte Domains erstellt werden, die sich als Krypto-Handelsplattformen ausgeben und das Wort "CloudEgg" enthalten.

CoinEgg ist eine Kryptobörse mit Sitz in Großbritannien, die Handelsdienstleistungen für digitale Kryptowerte anbietet.

"Die Websites sind so gestaltet, dass sie das Dashboard und die Benutzererfahrung der offiziellen Website replizieren", so das Unternehmen.

Die Angreifer erstellen dann ein Profil in den sozialen Medien, in der Regel von einer Frau, um sich einem Opfer zu nähern und eine Freundschaft zu schließen. Die Opfer werden dann dazu gebracht, in Kryptowährungen zu investieren und mit dem Handel zu beginnen.

"Das Profil bietet dann auch ein Guthaben von 100 US-Dollar, als Geschenk auf einer bestimmten Kryptobörse, die in diesem Fall ein Duplikat einer legitimen Kryptobörse ist", heißt es in dem Bericht.

Die anfänglichen beträchtlichen Gewinne bestärken das Opfer darin, größere Beträge zu investieren und versprechen höhere Renditen.

Sobald das Opfer sein eigenes Geld in die vermeintliche Kryptobörse eingezahlt hat, werden die Konten eingefroren und das Opfer kann sein Geld nicht mehr abheben.

Wer sich anschließend in den sozialen Medien über den Verlust des Geldes beschwert, wird oft von angeblichen Ermittlern kontaktiert. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um dieselben oder anderer Betrüger.

"Sie fordern die Opfer per E-Mail auf, vertrauliche Informationen wie Personalausweis und Bankdaten zu übermitteln, um an das eingefrorene Geld zu gelangen. Diese Daten werden dann für andere ruchlose Aktivitäten verwendet", warnt der Bericht.

Anleger sollten erst handeln, nachdem sie sich von der Legitimität der Website überzeugt haben

Anleger sollten erst dann handeln, wenn sie die offizielle Kryptowährungsapp der Börse im Play Store oder App Store installiert haben. "Sie sollten erst dann eine Investition tätigen, wenn sie die Legitimität der offiziellen Websites durch Überprüfung ihrer Social-Media-Konten vergewissert haben", schreibt Rahul Sasi, CEO von CloudSEK

"Langfristig ist es entscheidend, dass Kryptowährungsbörsen, Internetdienstanbieter (ISPs) und Strafbehörden, die gegen Cyber-Kriminalität kämpfen, zusammenarbeiten, um das Bewusstsein zu stärken und gefährliche Gruppen zu bekämpfen", fügt Sasi hinzu.


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