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Bitcoin’s Dark Overlord verhaftet


www.coinkurier.de 23 September 2020 07:00, UTC
Lesezeit: ~2 Min.

Ein britischer Staatsbürger bekannte sich schuldig, als Mitglied einer berüchtigten Hackergruppe zu sein, die Dutzende von Unternehmen auf der ganzen Welt erpresst haben.

Das US-Justizministerium verurteilte diese Woche den britischen Staatsbürger Nathan Wyatt zu fünf Jahren Gefängnis, nachdem er sich laut Gerichtsdokumenten schuldig bekannt hatte, Mitglied der berüchtigten Hackergruppe “The Dark Overlord” gewesen zu sein.

Wyatt wurde 2017 in Großbritannien verhaftet und im Dezember 2019 an die USA ausgeliefert. Gegen ihn wurde zuvor wegen Hackens des iCloud-Kontos von Pippa Middleton, der Schwester der Herzogin von Cambridge, ermittelt, er wurde jedoch ohne weitere Maßnahmen freigelassen.

Der 39-Jährige bekannte sich vor einem Bundesgericht in St. Louis der Anklage des Identitätsdiebstahls und Computerbetrugs schuldig. Während der Anhörung, die über Zoom abgehalten wurde, entschuldigte er sich und sagte angeblich, dass er für den Rest seines Lebens nie wieder einen Computer sehen wolle.

Er gab zu, dass die Gruppe sensible Daten von Unternehmen erhalten habe, und drohte mit der Freigabe der Daten, falls die Unternehmen kein Lösegeld zwischen 75.000 USD und 350.000 USD zahlten. Kein Unternehmen zahlte, aber er wurde zur Zahlung einer Entschädigung in Höhe von 1,1 Millionen Pfund verurteilt.

Wyatts Rolle, so das Dokument, bestand darin, die Opfer, in der Regel die Führungskräfte der betroffenen Unternehmen, per Telefon und E-Mail zu kontaktieren und ein Lösegeld in Bitcoin zu fordern, nachdem ihre Daten kompromittiert worden waren. Der amtierende stellvertretende US-Generalstaatsanwalt Brian C. Rabbitt sagte:

“Nathan Wyatt nutzte seine technischen Fähigkeiten, um Jagd auf die privaten Daten der Amerikaner zu machen und nutzte den sensiblen Charakter ihrer medizinischen und finanziellen Unterlagen zu seinem persönlichen Vorteil aus.”

Cyberkriminalität und Lösegeldforderungen mit Kryptowährungen werden immer alltäglicher. Einem Bericht zufolge hat Lösegeld allein im Jahr 2019 die Opfer über 7,5 Milliarden Dollar gekostet, und es wird erwartet, dass diese Zahl in diesem Jahr noch steigen wird, da sich immer mehr Menschen der Online-Arbeit zuwenden und ihre Systeme dem Internet aussetzen.

Bild@ Pixabay / Lizenz


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