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G7-Staaten entwickeln gemeinsamen Plan für digitale Zentralbankwährungen


www.btc-echo.de 14 Oktober 2021 13:20, UTC
Lesezeit: ~2 Min.

Die Finanzchefs der G7-Staaten legen Leitlinien für Digitalwährungen der Zentralbanken fest und sprechen von einer Ergänzung des Bargelds.

Die Gruppe der sieben fortgeschrittenen Volkswirtschaften, G7, hat gemeinsame Richtlinien für digitale Zentralbankwährungen (CBDC) erstellt. Die Gruppe erklärte laut Reuters am Mittwoch ihre Anforderungen an jede von einer Zentralbank ausgegebenen digitalen Währung. Diese müsse das Mandat der Bank in Bezug auf die Währungs- und Finanzstabilität “unterstützen, statt ihr zu schaden”. Außerdem soll die CBDC strenge Standards erfüllen.

Wenn eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) ausgegeben wird, würde sie das Bargeld ergänzen und könnte als liquides, sicheres Abwicklungsmittel und als Anker für das Zahlungssystem dienen, so die G7-Staaten nach ihrem Treffen am Mittwoch. Mit anderen Worten: eine CBDC soll Bargeld nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Von einer Wholesale-Lösung kann also keine Rede sein. Während CBDCs den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr verbessern könnten, sagten die G7-Staaten, sie hätten eine “gemeinsame Verantwortung, schädliche Auswirkungen auf das internationale Währungs- und Finanzsystem zu minimieren”.

CBDC-Pläne sind in China besonders weit gediehen

China gilt als absoluter Vorreiter bei der Ausgabe einer digitalen Währung. Die Zentralbanken der G7-Staaten arbeiten indes noch daran, gemeinsame Standards für die Ausgabe von CBDCs festzulegen. Einige von ihnen haben bereits auf eigene Faust mit Experimenten begonnen. Von “Experimenten” will man bei der Europäischen Zentralbank jedoch vorerst nichts wissen. Die Europäische Union ist bei allen G7-Treffen vertreten. Gleichwohl sind nur Deutschland, Italien und Frankreich sowohl G7- als auch EU-Staaten. 


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